{"id":6856,"date":"2022-11-04T16:47:49","date_gmt":"2022-11-04T14:47:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6856"},"modified":"2022-11-04T16:47:49","modified_gmt":"2022-11-04T14:47:49","slug":"konfliktursache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6856","title":{"rendered":"Konfliktursache"},"content":{"rendered":"<p>Die selbsternannte \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab hat vergleichsweise vielstimmig auf den Ausgang der israelischen Parlamentswahl reagiert. Jibril Rajoub, nach eigener Auskunft ein Anh\u00e4nger Adolf Hitlers, sieht Israel mit einer m\u00f6glichen R\u00fcckkehr Benjamin Netanjahus als Premierminister \u00bbin die Niederungen des Faschismus\u00ab fallen und zeigt sich damit als wahrer Kenner seines arisch-gro\u00dfdeutschen Idols.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich schr\u00e4g kommt der Vergleich Mohammad Shtayehs zwischen der amtierenden und einer zuk\u00fcnftig m\u00f6glicherweise von dem Likud-Politiker gef\u00fchrten Regierung in Jerusalem daher: F\u00fcr den noch nie gew\u00e4hlten \u00bbMinisterpr\u00e4sidenten\u00ab des \u00bbpal\u00e4stinensischen\u00ab Gebildes ist der Unterschied zwischen der einen und der denkbaren israelischen Regierung \u00bbso gro\u00df wie der zwischen Coke und Pepsi Cola\u00ab.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der \u00bbSportminister\u00ab des Regimes in Ramallah den Faschismus also erst noch Einzug halten sieht in Israel, bleibt er aus der Sicht des Wassertrinkers Mohammad Shtayeh entweder erhalten oder auch erspart. Mit Blick auf den \u00bbpal\u00e4stinensisch\u00ab-israelischen Konflikt ist es freilich wohl in der Tat v\u00f6llig gleichg\u00fcltig, wer in Jerusalem regiert. Das Problem ist seit Jahrzehnten in Ramallah zu verorten.<\/p>\n<p>Wechselnde und verschieden gepr\u00e4gte israelische Regierungen, darunter auch mehrere unter Premier Benjamin Netanjahu, haben auf verschiedene Weise versucht, die Spannungen zu entsch\u00e4rfen. Auf gro\u00dfz\u00fcgige Kompromi\u00dfangebote reagierte Ramallah allerdings nicht weniger ablehnend als auf Repressionen. Derweil wurden die Abraham Accords unterschrieben und kamen sich Jerusalem und Beirut n\u00e4her.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist <i>die<\/i> Ursache f\u00fcr das Fortbestehen des \u00bbpal\u00e4stinensisch\u00ab-israelischen Konflikts eben tats\u00e4chlich nicht in Jerusalem zu finden, sondern in Ramallah und im Unwillen der dortigen \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab, sich mit welcher israelischen Regierung auch immer auf ernsthaft gef\u00fchrte bilaterale Verhandlungen \u00fcber einen Frieden \u00fcberhaupt auch nur einzulassen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber gelingt es der Cique um \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen noch nicht einmal mehr, die Illusion <i>eines<\/i> \u00bbpal\u00e4stinensischen Volkes\u00ab aufrechtzuerhalten. Denn auch in ihrem Konflikt mit der in Gaza herrschenden Hamas gelingt es der \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab ja nicht, ihren theoretischen Alleinvertretungsanspruch in die Praxis umzusetzen. <i>Ein<\/i> Staat \u00bbPal\u00e4stina\u00ab wird auch dadurch nicht gerade wahrscheinlicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die selbsternannte \u00bbPal\u00e4stinenserf\u00fchrung\u00ab hat vergleichsweise vielstimmig auf den Ausgang der israelischen Parlamentswahl reagiert. 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