{"id":6900,"date":"2022-11-26T16:35:08","date_gmt":"2022-11-26T14:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6900"},"modified":"2022-11-26T16:35:08","modified_gmt":"2022-11-26T14:35:08","slug":"laecherliche-drohung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=6900","title":{"rendered":"L\u00e4cherliche Drohung"},"content":{"rendered":"<p>Die Islamische Republik Iran hat an einem weiteren Standort mit der Anreicherung von Uran auf einen Reinheitsgrad von 60 Prozent begonnen. Wie das Regime in Teheran in dieser Woche <a href=\"https:\/\/www.tehrantimes.com\/news\/478971\/60-percent-enrichment-at-Fordow-Iran-responds-to-IAEA\">mitteilte<\/a>, wurde nun auch in der unterirdischen Anlage Fordo die Anreicherung von Uran weit \u00fcber den dem Land im Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) erlaubten Reinheitsgrad von 3,67 Prozent aufgenommen.<\/p>\n<p>Nach eigenen Angaben reagiert die Theokratie damit auf eine Resolution des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde, mit der dem islamistischen Regime erneut mangelnde Kooperationsbereitschaft vorgeworfen wurde. Das islamistische Regimes weigert sich, Ausk\u00fcnfte \u00fcber die Herkunft verd\u00e4chtiger nuklearer Spuren zu geben, die IAEA-Inspekteure an drei undeklarierten Standorten gefunden hatten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Mullahs immer brutaler gegen die sich verstetigenden Proteste gegen ihre Herrschaft vorgehen und sie damit zusehends selbst diskreditieren, halten sich die internationalen Reaktionen auf ihren neuerlichen Bruch des JCPOA in Grenzen. Besonders die \u00bbE3\u00ab, die drei europ\u00e4ischen Vertragsstaaten des Atomabkommens aus dem Jahr 2015, brachten einmal mehr nur eine <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/-\/2565010\">Gemeinsame Erkl\u00e4rung<\/a> zustande.<\/p>\n<p>Noch immer scheinen sie daran zu glauben, den JCPOA retten zu k\u00f6nnen. Sollte mit dem Abkommen ein Aufstieg der Islamischen Republik zur Atommacht verhindert werden, nutzt Teheran es inzwischen als Druckmittel, sich vor internationalen Sanktionen zu bewahren. Weil insbesondere die \u00bbE3\u00ab eine Wiederbelebung des JCPOA nicht gef\u00e4hrden wollen, schrecken sie vor einer Anerkennung der Realit\u00e4t zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In der n\u00e4mlich ist der JCPOA l\u00e4ngst so tot wie die in Wien gef\u00fchrten Verhandlungen mit Teheran zu seiner deshalb ja gerade aus ihrer Sicht notwendigen \u00bbWiederbelebung\u00ab. Noch an eine wundersame Einigung in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt zu glauben, ist freilich sp\u00e4testens mit den andauernden Protesten gegen das islamistische Regime immer weniger zu rechtfertigen. Die Mullahs sind als Vertragspartner untragbar.<\/p>\n<p>An Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich, den \u00bbE3\u00ab, w\u00e4re es daher, endlich entweder das im JCPOA vorgesehene Instrumentarium gegen Teheran einmal tats\u00e4chlich zu nutzen &#8211; n\u00e4mlich \u00fcber den \u00bbSnap back\u00ab-Mechanismus internationale Sanktionen zu reaktivieren -, oder das Abkommen endlich aufzugeben, statt immer wieder zu \u00bbdrohen\u00ab, \u00bbweiterhin mit unseren internationalen Partnern [zu] beraten\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Islamische Republik Iran hat an einem weiteren Standort mit der Anreicherung von Uran auf einen Reinheitsgrad von 60 Prozent begonnen. 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