{"id":7118,"date":"2023-03-01T17:29:04","date_gmt":"2023-03-01T15:29:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7118"},"modified":"2023-03-01T17:29:04","modified_gmt":"2023-03-01T15:29:04","slug":"zuschauer-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7118","title":{"rendered":"Zuschauer"},"content":{"rendered":"<p>Die Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hat seit einigen Tagen kursierende Meldungen best\u00e4tigt, nach denen Kontrolleure der Beh\u00f6rde in der Islamischen Republik Iran auf Uran gesto\u00dfen sind, das auf einen Reinheitsgrad von mehr als 83 Prozent angereichert wurde. Wie Rafael Grossi am Dienstag offiziell mitteilte, hatten Vertreter der IAEA das beinahe waffenf\u00e4hige Uran im Januar in Fordo entdeckt.<\/p>\n<p>Nach den Aussagen des IAEA-Chefs h\u00e4tte Teheran den Reinheitsgrad des Urans als Ergebnis einer \u00bbunbeabsichtigten Fluktuation\u00ab bezeichnet. Noch vor wenigen Tagen hatte das islamistische Regime entsprechende Meldungen zur\u00fcckgewiesen und sich lustig \u00fcber sie gemacht, die dem \u00bbAu\u00dfenministerium\u00ab des Regimes unterstehenden <i>Tehran Times<\/i> etwa hatten <a href=\"https:\/\/www.tehrantimes.com\/news\/482133\/100-lie-about-84-enrichment\">geh\u00f6hnt<\/a>: \u00bb100 Prozent L\u00fcgen \u00fcber 84 Prozent Anreicherung\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbDer Iran\u00ab, hie\u00df es in der Meldung, \u00bbhat Berichte \u00fcber die Anreicherung von Uran auf einen Reinheitsgrad von mehr als 60 Prozent unmi\u00dfverst\u00e4ndlich dementiert und erkl\u00e4rt, da\u00df die Atomanlagen des Landes diesen Wert nie \u00fcberschritten haben\u00ab. Die offene L\u00fcge, die Teheran auch noch als \u00bbdie reine Wahrheit\u00ab bezeichnet hatte, bringt nun freilich vor allem die westlichen Vertragspartner im JCPOA in Bedr\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Denn insbesondere die \u00bbE3\u00ab, Deutschland, Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich, haben bisher im Glauben an das Abkommen, das den Aufstieg der Islamischen Republik Iran zur Atommacht verhindern sollte, darauf verzichtet, wenigstens zu versuchen, Teheran zur Einhaltung des Joint Comprehensive Plan of Action zu bewegen. Das Scheitern ihrer Politik des bewu\u00dften Wegschauens ist nicht mehr zu leugnen.<\/p>\n<p>Das islamistische Regime hat sie schon immer vorgef\u00fchrt. Und es f\u00fchrt sie weiter vor, indem es behauptet, \u00bbunbeabsichtigt\u00ab in den Besitz des nahezu waffenf\u00e4higen Urans gelangt zu sein. Ist Teheran allenfalls der Besitz einer geringen Menge von Uran mit einer Reinheit von 3,67 Prozent erlaubt, ist schon das Bekenntnis zur Anreicherung auf 60 Prozent Beleg daf\u00fcr, da\u00df dem \u00bbZufall\u00ab erheblich nachgeholfen wurde.<\/p>\n<p>In einer ihrer letzten <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/-\/2565010\">Gemeinsamen Erkl\u00e4rungen<\/a> zu Verst\u00f6\u00dfen Teherans gegen den JCPOA hatten die Regierungen der \u00bbE3\u00ab angek\u00fcndigt, sie w\u00fcrden \u00bbweiterhin mit unseren internationalen Partnern\u00ab \u00fcber \u00bbden Umgang mit dieser fortdauernden Eskalation durch Iran\u00ab beraten. Angesichts beinahe waffenf\u00e4higen Urans im Besitz der Mullahs scheint es angebracht, das Geheimnis um die Ergebnisse dieser Beratungen zu l\u00fcften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hat seit einigen Tagen kursierende Meldungen best\u00e4tigt, nach denen Kontrolleure der Beh\u00f6rde in der Islamischen Republik Iran auf Uran gesto\u00dfen sind, das auf einen Reinheitsgrad von mehr als 83 Prozent angereichert wurde. 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