{"id":7564,"date":"2023-09-25T12:59:10","date_gmt":"2023-09-25T10:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7564"},"modified":"2023-09-25T12:59:10","modified_gmt":"2023-09-25T10:59:10","slug":"ueberzeugende-solidaritaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7564","title":{"rendered":"\u00dcberzeugende Solidarit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Am 6. Oktober 1973 \u00fcberfielen \u00c4gyptern und Syrien mit Unterst\u00fctzung weiterer arabischer Staaten, denen sich aber auch Kuba, die Sowjetunion und die DDR im Rahmen ihrer geheimen \u00bbOperation Aleppo\u00ab anschlossen, Israel. Die Aggressoren hatten zun\u00e4chst leichtes Spiel und brachten dem j\u00fcdischen Staat schwere Verluste an Menschen und Material bei: Der erfolgreiche \u00dcberraschungsangriff bedrohte die Existenz Israels.<\/p>\n<p>Erst amerikanische Waffenlieferungen, die Washington erst eine Woche nach Beginn des Yom-Kippur-Kriegs freigab, brachten die Wende. Bis zum 22. Oktober 1973, als der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen Waffenstillstand anordnete, standen israelische Einheiten kurz vor den Hauptst\u00e4dten \u00c4gyptens und Syriens. Als der Waffenstillstand nicht hielt, drohte am 25. Oktober Moskau, aktiv in den Krieg einzugreifen.<\/p>\n<p>Schon am 16. Oktober hatten die arabischen \u00d6lexportstaaten beschlossen, ihre F\u00f6rder- und Exportmengen zu drosseln und ein Lieferembargo \u00fcber die Vereinigten Staaten und die Niederlande verh\u00e4ngt, die ihnen als wichtige Verb\u00fcndete Israels galten. Solidarisierte sich die DDR \u00f6ffentlich mit den scheiternden Aggressoren und unterst\u00fctzte sie heimlich tatkr\u00e4ftig, war auch die Regierung in Bonn allzu bereit, Israel zu opfern.<\/p>\n<p>Amerikanischen Waffenlieferungen nach Israel \u00fcber deutsches Territorium versagte die vom sozialdemokratischen Kanzler Willy Brandt gef\u00fchrte Regierung. Die Au\u00dfenpolitik bestimmte damals allerdings ma\u00dfgeblich der sp\u00e4ter zum Bundespr\u00e4sidenten bef\u00f6rderte liberale Au\u00dfenminister Walter Scheel, der sich vor allem dar\u00fcber Sorgen machte, wie eine Zustimmung zu Waffentransporten in den \u00d6lstaaten aufgenommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bonn den auch milit\u00e4rischen Schutz durch die Vereinigten Staaten gern beanspruchte, hatte die (west-)deutsche Solidarit\u00e4t mit Washington, vor allem aber dem in seiner Existenz bedrohten Israel deutliche Grenzen. Wenn in Israel in diesen Tagen das Vers\u00f6hnungsfest begangen wird, der h\u00f6chste j\u00fcdische Feiertag, wird auch an den Krieg 1973 erinnert, den Washington mit seiner Antwort auf die Drohungen Moskaus beendete.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Richard Nixon und Verteidigungsminister James R. Schlesinger lie\u00dfen den Nationalen Sicherheitsrat noch am 25. Oktober 1973 die Atom-Warnstufe 3 (Defcon 3) ausrufen und versetzten die amerikanischen Atomstreitkr\u00e4fte in Einsatzbereitschaft. Damit bereitete Washington den Pl\u00e4nen Moskaus, seinen arabischen Verb\u00fcndeten noch zu Hilfe zu eilen, ein j\u00e4hes Ende und ebneten so den Weg zu einer haltenden Waffenruhe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. Oktober 1973 \u00fcberfielen \u00c4gyptern und Syrien mit Unterst\u00fctzung weiterer arabischer Staaten, denen sich aber auch Kuba, die Sowjetunion und die DDR im Rahmen ihrer geheimen \u00bbOperation Aleppo\u00ab anschlossen, Israel. 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