{"id":7581,"date":"2023-10-04T15:24:03","date_gmt":"2023-10-04T13:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7581"},"modified":"2023-10-04T15:24:03","modified_gmt":"2023-10-04T13:24:03","slug":"unter-freunden-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=7581","title":{"rendered":"Unter Freunden"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland wurde am Dienstag das Jubil\u00e4um des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland begangen. Angesichts hoher und noch steigender Zustimmungswerte f\u00fcr eine in Teilen antisemitische rechtsextreme \u00bbPartei\u00ab, die l\u00e4ngst schon in vielen Parlamenten sitzt, gaben sich viele Feiertagsredner besorgt um die Zukunft der deutschen Demokratie.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die politische Klasse in Deutschland sich in der rhetorischen Verteidigung demokratischer Grund- und sonstiger Werte gefiel, feierte auch ihr ausw\u00e4rts stationiertes diplomatisches Personal den \u00bbTag der deutschen Einheit\u00ab, beispielsweise in Ramallah, dem \u00bbRegierungssitz\u00ab des antisemitischen Regimes um \u00bbPr\u00e4sident\u00ab Abu Mazen. Der war zwar verhindert, <a href=\"https:\/\/english.wafa.ps\/Pages\/Details\/137904\">schickte<\/a> aber seinen \u00bbPremier\u00ab Mohammad Shtayeh zum Feiern.<\/p>\n<p>Und weil man ihm eine B\u00fchne bot, nutzte der \u00bbRegierungschef\u00ab sie auch ausgiebig: In seiner Rede hetzte Mohammad Shtayeh gegen <i>den<\/i> j\u00fcdischen Staat, verglich die Berliner \u00bbMauer\u00ab mit dem israelischen Antiterrorzaun und w\u00fcnschte sich dessen Fall herbei. Sein Auftritt gipfelte in der unwidersprochenen Forderung, Berlin als \u00bbengster Freund\u00ab der \u00bbPal\u00e4stinenser\u00ab m\u00f6ge doch endlich deren \u00bbPal\u00e4stina\u00ab als Staat anerkennen.<\/p>\n<p>Und es fand sich kein deutscher Diplomat, der den Redner freundlich darauf hinwies, da\u00df der Weg in einen Staat \u00bbPal\u00e4stina\u00ab \u00fcber Jerusalem verl\u00e4uft, da\u00df eine Anerkennung \u00bbPal\u00e4stinas\u00ab als Staat allerlei Abkommen zufolge einen verhandelten Frieden zwischen den \u00bbPal\u00e4stinensern\u00ab und Israel voraussetzt. Mohammad Shtayeh war vielmehr ihr uneingeschr\u00e4nkter Applaus sicher, mit dem sie ihn und sein Regime zugleich legitimierten.<\/p>\n<p>Die Repr\u00e4sentanten Deutschlands beim <i>German Unitiy Day<\/i> in Ramallah fanden auch nichts dabei, mit ihrer Anwesenheit und ihrem Beifall den offenen Antisemitismus des Regimes, f\u00fcr das Mohammad Shtaye steht, aufzuwerten. War dessen \u00bbPr\u00e4sident\u00ab erst vor wenigen Tagen erneut bei antisemitischen Verbalangriffen auf Juden und ihren Staat ertappt worden, signalisierte ihre Pr\u00e4senz doch nichts als ungetr\u00fcbte \u00dcbereinstimmung.<\/p>\n<p>Wer freilich in Ramallah gern und ausgiebig mit Antisemiten feiert, sie und ihr undemokratisches und nach innen wie au\u00dfen terroristisches Regime wissentlich und willentlich ma\u00dfgeblich (mit-)finanziert, sollte daheim davon absehen, Krokodilstr\u00e4nen ob eines Verfalls demokratischer Werte und wachsenden Antisemitismus\u2019 zu vergie\u00dfen. Wer eine wertegeleitete Au\u00dfenpolitik verspricht, praktisch aber nicht liefert, ist unglaubw\u00fcrdig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland wurde am Dienstag das Jubil\u00e4um des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland begangen. 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