{"id":9367,"date":"2025-10-03T16:12:14","date_gmt":"2025-10-03T14:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=9367"},"modified":"2025-10-03T16:12:14","modified_gmt":"2025-10-03T14:12:14","slug":"intellektuelle-bankrotterklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=9367","title":{"rendered":"Intellektuelle Bankrotterkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Von der <i>dpa<\/i> als \u00bbFachleute aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie\u00ab bezeichnet, haben eben diese sich zusammengetan, um in einem \u00bbExpertenpapier\u00ab zusammenzufassen, wie die Regierung in Berlin f\u00fcrderhin den Begriff \u00bbStaatsr\u00e4son\u00ab im Zusammenhang mit ihrer Nahostpolitik und vor allem gegen\u00fcber Jerusalem <a href=\"https:\/\/staatsraison.net\/\">interpretieren<\/a> sollte. Herausgekommen ist dabei ein Dokument, das Wissenschaft, Politik und Diplomatie ein Armutszeugnis ausstellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_9368\" style=\"width: 849px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9368\" src=\"https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/staatsraisonnet20251003.png\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"244\" class=\"size-full wp-image-9368\" srcset=\"https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/staatsraisonnet20251003.png 839w, https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/staatsraisonnet20251003-300x99.png 300w, https:\/\/www.tw24.net\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/staatsraisonnet20251003-768x253.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><p id=\"caption-attachment-9368\" class=\"wp-caption-text\">\u00bbExpertenpapier\u00ab: Z\u00e4hlschwaches Armutszeugnis<\/p><\/div>\n<p>Wenn die \u00bbExperten\u00ab, unter ihnen mit Stefanie Sch\u00fcler-Springorum etwa die Direktorin des Zentrums f\u00fcr Antisemitismusforschung an der TU Berlin (ZfA), sich in ihrem Pamphlet gegen \u00bbdie Fehlannahme\u00ab wenden, \u00bbdass [..] das Entstehen von Hamas die Ursache &#8211; und nicht die Folge &#8211; einer seit viel zu langer Zeit andauernden v\u00f6lkerrechtswidrigen Besatzung sei\u00ab, dr\u00e4ngt sich die Frage auf, wof\u00fcr Deutschland sich solch ein <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/entlarvendes-schweigen-der-antisemitismus-forscher\/\">Inkompetenzzentren<\/a> eigentlich h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Denn unterschrieben hat diese an einem Tag, an dem Hamas-Umtriebe in Deutschland Thema vieler Nachrichten sind, ver\u00f6ffentlichte Rechtfertigung islamistischer Bestialit\u00e4t selbstverst\u00e4ndlich auch Uffa Jensen, stellvertretender Direktor des ZfA. Doch selbst wo die Forderungen der illustren Runde weniger offen zeigen, wof\u00fcr diese \u00bbFachleute\u00ab stehen, haben sie es in sich. Ihre Variante einer \u00bbZwei-Staaten-L\u00f6sung\u00ab etwa entpuppt sich als Angriff auf <i>den<\/i> j\u00fcdischen Staat.<\/p>\n<p>So verlangen Sven K\u00fchn von Burgsdorff und Josep Borrell Fontelles, um zwei weitere \u00bbUnterst\u00fctzende\u00ab des \u00bbExpertenpapiers\u00ab zu nennen, nicht blo\u00df den Ausbau der deutschen \u00bbfinanzielle[n] und politische[n] Unterst\u00fctzung f\u00fcr [die] UNRWA\u00ab, Berlin m\u00fcsse auch \u00bbklarstellen, dass die L\u00f6sung der Fl\u00fcchtlingsfrage im Rahmen eines Endstatusabkommens, das die Rechte der pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlinge ber\u00fccksichtigt, der einzige akzeptable Weg\u00ab zu deren Aufl\u00f6sung sei.<\/p>\n<p>Das ber\u00fcchtigte \u00bbHilfswerk der Vereinten Nationen f\u00fcr Pal\u00e4stina-Fl\u00fcchtlinge im Nahen Osten\u00ab steht f\u00fcr und <a href=\"https:\/\/www.unrwa.org\/node\/42581\">propagiert<\/a> ein \u00bbRecht auf R\u00fcckkehr\u00ab f\u00fcr inzwischen angeblich knapp 6 Millionen \u00bbPal\u00e4stina-Fl\u00fcchtlinge\u00ab. Ein \u00bbEndstatusabkommen\u00ab aber, \u00bbdas die Rechte der pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlinge ber\u00fccksichtigt\u00ab, liefe auf ein Ende j\u00fcdischer staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t hinaus, Juden w\u00fcrden in Israel zur Minderheit. Und selbst das wohl auch lediglich g\u00fcnstigenfalls.<\/p>\n<p>Das \u00bbExpertenpapier\u00ab, das nat\u00fcrlich nicht davor zur\u00fcckschreckt, selbst die Judenboykotte der antisemitischen BDS-Bewegung als Ausdruck einer \u00bbMeinungsfreiheit\u00ab zu verharmlosen und f\u00fcr deren Normalisierung pl\u00e4diert, ist ein einziges Dokument intellektueller Niedertracht. Wo immer seine zahlreichen <a href=\"https:\/\/staatsraison.net\/unterstuetzerinnen\/\">\u00bbUnterst\u00fctzenden\u00ab<\/a> noch aus \u00f6ffentlichen Mitteln ihre Existenz bestreiten, sollte Berlin nach dieser unentschuldbaren Entgleisung Konsequenzen mindestens erw\u00e4gen.<\/p>\n<p>Wer ernsthaft verlangt, \u00bbder Kampf gegen Antisemitismus, der nicht im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt steht und weiterhin die Kriminalit\u00e4tsstatistiken in Deutschland anf\u00fchrt, muss konsequent intensiviert werden\u00ab, und damit ziemlich unverbl\u00fcmt einen Freibrief fordert f\u00fcr jenen Antisemitismus, der sich so erbarmungslos barbarisch am 7. Oktober 2023 im S\u00fcden Israels austobte, sollte jedenfalls nicht weiter auf <i>staatliche<\/i> Alimentierung hoffen d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der dpa als \u00bbFachleute aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie\u00ab bezeichnet, haben eben diese sich zusammengetan, um in einem \u00bbExpertenpapier\u00ab zusammenzufassen, wie die Regierung in Berlin f\u00fcrderhin den Begriff \u00bbStaatsr\u00e4son\u00ab im Zusammenhang mit ihrer Nahostpolitik und vor allem gegen\u00fcber Jerusalem interpretieren sollte. Herausgekommen ist dabei ein Dokument, das Wissenschaft, Politik und Diplomatie ein Armutszeugnis ausstellt. 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