{"id":9807,"date":"2026-04-13T15:40:28","date_gmt":"2026-04-13T13:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=9807"},"modified":"2026-04-13T15:40:28","modified_gmt":"2026-04-13T13:40:28","slug":"silberstreif-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tw24.net\/?p=9807","title":{"rendered":"Silberstreif"},"content":{"rendered":"<p>Die israelischen Streitkr\u00e4fte <a href=\"https:\/\/www.jpost.com\/middle-east\/article-892814\">erwarten<\/a> einen baldigen Abschlu\u00df ihrer Offensive gegen die Hisbollah im S\u00fcden des Libanon. Die von Teheran gelenkte islamistische Terrororganisation hatte gegen den erkl\u00e4rten Willen der Regierung in Beirut Anfang M\u00e4rz ihre Raketenangriffe auf <i>den<\/i> j\u00fcdischen Staat wiederaufgenommen und damit eine israelische Bodenoffensive provoziert, die auf die Einrichtung einer etwa 30 Kilometer breiten Pufferzone s\u00fcdlich des Litani abzielt.<\/p>\n<p>Nach Angaben der israelischen Armee k\u00f6nnten in den n\u00e4chsten Tagen die noch anhaltenden K\u00e4mpfe um die Ortschaft Bint Jbil beendet werden, eine Hochburg der Hisbollah, von der aus die Terrororganisation zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert hatte. In den vergangenen Tagen haben die IDF Bint Jbil eingekreist und so die dort verbliebenen Terroristen eingeschlossen. Die schreckten derweil nicht davon zur\u00fcck, auch eine <a href=\"https:\/\/www.timesofisrael.com\/idf-says-it-raided-hospital-used-by-hezbollah-in-groups-bint-jbeil-stronghold\/\">Klinik<\/a> f\u00fcr ihre Angriffe zu nutzen.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2000 hatte Hassan Nasrallah, der langj\u00e4hrige \u00bbGeneralsekret\u00e4r\u00ab der \u00bbPartei Gottes\u00ab, in der Ortschaft in einer Ansprache den damaligen R\u00fcckzug der israelischen Streitkr\u00e4fte aus dem Libanon als einen \u00bbSieg\u00ab seiner Organisation gefeiert, w\u00e4hrend des Kriegs zwischen der Hisbollah und Israel 2006 war Bint Jbil einer der Hauptschaupl\u00e4tze der Auseinandersetzungen. Mehrere Versuche der israelischen Streitkr\u00e4fte, den Ort vollst\u00e4ndig einzunehmen, scheiterten.<\/p>\n<p>Mit der erwarteten \u00dcbernahme der Kontrolle \u00fcber Bint Jbil k\u00f6nnten die israelischen Streitkr\u00e4fte daher der islamistischen \u00bbAchse des Widerstands\u00ab einen Schlag von kaum zu untersch\u00e4tzender Symbolkraft versetzen. Gleichwohl ist es bedauerlich, da\u00df er nicht von der libanesischen Armee ausgeht und den UNIFIL-Blauhelmen der Vereinten Nationen, die sp\u00e4testens seit 2006 \u00fcber das Mandat verf\u00fcgen, diese dabei auch unter Einsatz milit\u00e4rischer Gewalt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zu lange jedoch weigerte sich Beirut, gegen die \u00bbPartei Gottes\u00ab vorzugehen und unterst\u00fctzte sie sogar. Erst zuletzt lie\u00df die libanesische Regierung erkennen, da\u00df sie bereit sein k\u00f6nnte, einen Kurswechsel zu vollziehen. Mit ihren erneuerten Angriffen auf Israel kam die Hisbollah ihr freilich zuvor &#8211; und zwang Jerusalem zum Eingreifen. Als Folge davon bleibt die libanesische staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t im Gebiet der israelisch kontrollierten Pufferzone vorerst eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Tage sind Verhandlungen zwischen der libanesischen F\u00fchrung und der Regierung in Jerusalem angesetzt. Sofern Beirut dabei die Notwendigkeit des israelischen Handelns akzeptiert, k\u00f6nnte es damit die Grundlage schaffen f\u00fcr eine Ann\u00e4herung zwischen den beiden Staaten, f\u00fcr das Ende eines bereits seit beinahe acht Jahrzehnten andauernden Kriegszustands. Es liegt auf der Hand, da\u00df davon Israel, aber auch und gerade der Libanon profitieren w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die israelischen Streitkr\u00e4fte erwarten einen baldigen Abschlu\u00df ihrer Offensive gegen die Hisbollah im S\u00fcden des Libanon. 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