Sevim Dagdelen: Eine „Linke“ erklärt sich

Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete für die Partei Die Linke, erklärt, was sie vom israelischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres hält:

„Ich habe nicht geklatscht, als er den Kriegstreibern Nahrung gab, die dabei sind, den nächsten Feldzug gegen den Iran zu planen, der den Mittleren Osten in die nächste Katastrophe steuern wird.“

Die islamische Terroristenbande Hamas, die stolz darauf ist, vom Mullah-Regime der Islamischen Republik Iran (mit-)finanziert zu werden, scherzte jüngst, sie würde niemals Zivilisten attackieren, auch keine israelischen. Zur Bekräftigung schickte die „demokratisch gewählte“ Regierung Gazas, die Israel kein Existenzrecht zubilligt, ein paar Bomben auf dem Seeweg. An Israels Stränden herrscht ebenso wie im Mittelmeer nämlich strengstes Zivilistenverbot.

Im Libanon rüstet die Hisbollah, auf die sich das Mullah-Regime auch verlassen kann, wenn es gilt, friedlich Demonstrierende in Teheran zusammenzuprügeln, unter den Augen untätiger UNIFIL-Beobachter und mit ausdrücklicher Erlaubnis der libanesischen Regierung mit dem Ziel auf, „Palästina“ zu „befreien“. Die Waffen werden bezahlt und – unter anderem mit deutschen Frachterngeliefert von der Islamischen Republik Iran.

Der „Präsident“ dieser Islamischen Republik Iran hat, so die Übersetzung der staatlichen Nachrichtenagentur IRIB, gefordert, „Israel must be wiped off the map“ und diese Forderung mehrfach bekräftigt. Nicht nur Mahmoud Ahmadinejad freilich kündigte mehrfach die Auslöschung Israels an. Auch weitere Vertreter des Mullah-Regimes kündigten bei vielerlei Gelegenheit das baldige Ende der Existenz des „zionistischen Krebsgeschwürs“ an.

Zum Erreichen des erklärten Staatsziels unterhält das Mullah-Regime seit Jahren unter „Dialog“ genannter tatkräftiger Mithilfe auch verschiedener westlicher Staaten ein Programm zur atomaren Aufrüstung, das selbst antisemitische Despotien wie jene Saudi-Arabiens als gefährlicher einschätzen als angebliche israelische Kernwaffen. „Saudi Arabia is ready to allow Israel to bomb Iran’s new nuclear site“, berichteten erst im September 2009 verschiedene Medien.

Die Islamische Republik Iran unterstützt offen Terroristenbanden, deren erklärte Absicht es ist, Israels Existenz zu beenden, unternimmt selbst Schritte, dieses Ziel zu erreichen, und bringt so sogar Staaten wie Saudia-Arabien dazu, Israel zumindest gewähren zu lassen. Erst mit einer iranischen Atombombe droht darüber hinaus ein Rüstungswettlauf in der Region, mehrere islamische Regimes kündigten für diesen Fall eigene Kernwaffenentwicklungsprogramme an.

Doch für Sevim Dagdelen sind all dies keine wenigstens beunruhigenden Entwicklungen, die ihren Ausgangspunkt im Iran haben. Sie nennt Shimon Peres, den Präsidenten der einzigen funktionierenden Demokratie des Nahen Ostens, einen, der „Kriegstreibern Nahrung gab, die dabei sind, den nächsten Feldzug gegen den Iran zu planen“, nennt den Friedensnobelpreisträger letztlich einen Lügner, der „mithilfe von Bedrohungsszenarien ein[en] furchtbare[n] Krieg vom Zaun“ brechen will.

Nach eigener Auskunft ist Sevim Dagdelen keine Antisemitin. Sie mag offenbar nur tote Juden mehr als lebende, denen sie deshalb Lüge und Kriegstreiberei vorwirft, werben diese um Verbündete, um einen Krieg ja tatsächlich zu verhindern, an dessen Anfang der Versuch steht, die Judenfrage diesmal wirklich endzulösen.

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