Eingestellt

Vor gut zwei Wochen ehrte der Verein Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. eine Schülerin aus der sächsischen Hauptstadt Dresden mit seinem Preis für Zivilcourage. Die Fünfzehnjährige hatte sich gegen antisemitische Sprüche an ihrer Schule zur gewehrt und einen besonders eifrigen Hetzer bei der Polizei angezeigt, nachdem ihr Protest bei Lehrern auf taube Ohren gestoßen war.

Wie jetzt die Frankfurter Rundschau auf Nachfrage erfuhr, bleiben die judenfeindlichen »Scherze« folgenlos. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe die Ermittlungen gegen den angezeigten Schüler nach »der Durchführung von erzieherischen Maßnahmen durch die Eltern sowie durch Staatsanwaltschaft und Polizei« eingestellt, über deren Natur die Behörden freilich keine Angaben machten.

Anfang November hieß es, der Jugendliche habe – aus anderen Gründen – die Klasse gewechselt. Das Klima an der Schule sei indes kaum verändert, berichtete das Mädchen damals, die Sprüche würden nun nur etwas leiser gemacht. Selbst wenn ihr womöglich nur die Verfahrenseinstellung blieb, dokumentiert die Entscheidung der Staatsanwaltschaft fortgesetztes Behördenversagen.

Spätestens seit der Anzeige des Mädchens ist bekannt, welches Klima an der Schule herrscht. Und dennoch scheint keine Behörde es eilig zu haben, etwas an den Zuständen zu ändern. Lehrer scheinen nicht einschreiten zu können oder zu wollen, machen ihre Schüler sich über Opfer des Holocaust lustig, doch auch die zuständige Politik duckt sich weg. Das war, ist – und bleibt – skandalös.

Ausweichmanöver

Für die Regierung in Washington ist die Rechtslage eindeutig: Sie kann den Betrieb des Büros der »palästinensischen« Terrororganisation PLO nur dann dulden, versuchen die »Palästinenser« glaubwürdig, mit Israel ins Gespräch und zu einer Einigung zu kommen. Unterbleiben solche Schritte, fehlt die Grundlage für die Genehmigung der »diplomatischen« Mission »Palästinas« in den USA.

Mit dem nun von ihnen verkündeten Abbruch aller Kommunikation mit der amerikanischen Administration reagieren die »Palästinenser« nicht nur auf eine mögliche Schließung ihrer Repräsentanz, sie demonstrieren damit vor allem unübersehbar ihren Unwillen, sich um Gespräche mit der Regierung in Jerusalem auch nur zum Schein zu bemühen. Sie wollen solche Gespräche schlicht nicht.

Dabei will Präsident Donald J. Trump noch in diesem Jahr seine Vorstellungen für einen Frieden zwischen »Palästinensern« und Israel präsentieren, der ja nicht zuletzt eine Voraussetzung dafür ist, daß ein Staat »Palästina« entstehen und auf breite internationale Zustimmung stoßen könnte. Indem sie jetzt, da ihre Flagge noch in Washington weht, ein Kontaktende erklärt, entlarvt sich die PLO.

Freilich zeigt die Organisation auch mit ihren gleichzeitigen Bemühungen um die Gunst der Hamas mehr als deutlich, daß sie fest entschlossen ist, einer Verständigung mit Israel aus dem Weg zu gehen: Eine unmißverständliche Anerkennung des jüdischen Staates und ein Verzicht auf terroristische Aktivitäten gegen ihn sind nicht einmal Gegenstand ihrer Unterhandlungen mit der Hamas.

So formt sich mehr und mehr das Bild einer PLO, die in der Tat jede Gelegenheit nutzt, Chancen auf einen Frieden zu sabotieren. Daß sie dabei auch bereit ist, mit Washington einen ihrer größten Unterstützer zu verlieren, offenbart, wo ihre Prioritäten liegen. Washington sollte sich eingestehen, daß Entgegenkommen von den »Palästinensern« nicht gewürdigt wird, und auf Härte setzen.

Wahre Demokraten

Die für ihren Einsatz für westliche Werte ebenso wie für ihre faktenreichen Recherchen geschätzte Website Journalistenwatch hat herausgefunden, daß es »keinen Grund mehr zur Flucht« aus Syrien gibt. Mit aufwendigen fact finding missions im Internet konnte Journalistenwatch beweisen, »dass die Lage in Syrien sich sichtlich entspannt und der Wiederaufbau überall im Land begonnen hat«.

Syrien stehe also im Grunde kurz vor dem Erreichen paradiesischer Zustände, und die, so Journalistenwatch weiter, sollten »die in Deutschland ›gelandeten‹ Syrer« sich nicht entgehen lassen, sie würden nämlich »in der Heimat benötigt«. Die rührende Begeisterung der Website und ihres kommentierenden Publikums für das neue Syrien hat indes einen kleinen Haken, einen ganz kleinen.

Der gefeierte »Wiederaufbau überall im Land« findet unter der Herrschaft Bashar al-Assads statt. Und wessen Erinnerungsvermögen noch nicht ganz vom Haß auf alles Fremde zerfressen wurde, weiß, daß Bashar al-Assad ein grausamer Tyrann war und ein Kriegsverbrecher ist, dessen Regime jede demokratische Regung erbarmungslos im Blut ihrer Anhänger ersäufte und ersäufen wird.

Das »Bürgerkrieg« genannte Gemetzel, das in den letzten Jahren Syrien beherrschte, begann damit, daß Bashar al-Assads Folterknechte ein paar Jugendliche wegen einiger regimekritischer Sprüche verhafteten und einer Behandlung unterzogen, die sich jeder Beschreibung entzieht. Friedliche Proteste dagegen kartätschte das Baath-Regime nieder, das jetzt den »Wiederaufbau« organisiert.

Seit 2011 haben in dem Konflikt in Syrien etwa 480.000 Menschen ihr Leben verloren, die Vereinten Nationen zählten bis November 2017 knapp 5,4 Millionen vor den Auseinandersetzungen geflüchtete Menschen, knapp eine Million davon in Europa, unermeßlich, welche Werte in dem Konflikt vernichtet wurden – und das alles letztlich allein um Bashar al-Assads Macht zu sichern.

Schön, daß Journalistenwatch dennoch blühende Landschaften in Syrien entdecken kann. Mit ihrer Würdigung der großartigen Taten Bashar al-Assads zum Wiederaufbau seines Landes leisten die Verantwortlichen der Website einen kleinen Beitrag zu dessen Gelingen und erweisen sich so als wahrhafte Demokraten. Und nur Defätisten und andere Miesmacher können das anstößig finden.

Erpressung

Nachdem das von Rex Tillerson geführte amerikanische Außenministerium am vergangenen Wochenende darauf hingewiesen hatte, es könne den weiteren Betrieb der Vertretung der »palästinensischen« Terrororganisation PLO in Washington nicht mehr genehmigen, überdenkt die Regierung von Donald Trump ihre Haltung, wie Ramallahs »Außenminister« Riyad Malki derzeit behauptet.

Mit ihrer Aufforderung an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICC), Ermittlungen gegen Repräsentanten Israels aufzunehmen und sie anzuklagen, hatte die »Palästinenserführung« um Abu Mazen im September wissent- und willentlich gegen gesetzliche Regelungen verstoßen, die ihr nach den Verträgen von Oslo die Einrichtung einer Mission in Washington ermöglicht hatten.

Hatte das State Department noch erklärt, die »Palästinenser« könnten einer Schließung ihrer Vertretung zuvorkommen, indem sie Präsident Donald J. Trump etwa durch überzeugende Bemühungen um eine Einigung mit Israel einen Grund für ein Veto liefern, brachen sie jede Kommunikation mit der US-Regierung ab oder drohten zumindest damit. Damit hatten sie nun möglicherweise Erfolg.

Sollte die – von anderen Medien bislang nicht bestätigte – Haaretz-Meldung der Wahrheit enstprechen, hätte sich Washington nach den starken Worten vom Wochenende erpressen lassen durch ein Regime, von dessen Verstrickungen in terroristische Aktivitäten US-Regierung und Kongreß überzeugt sind. Mit einem Nachgeben würde das Weiße Haus den Lawfare Ramallahs belohnen.

Zwar will Donald J. Trump noch in diesem Jahr einen großen Friedensplan präsentieren. Und der wäre wohl zum Scheitern verurteilt, weigerten sich die »Palästinenser«, ihn überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Doch sollte sich der amerikanische Präsident auch bewußt darüber sein, daß er oder sein Land gegenüber dem PLO-Regime in Ramallah keineswegs als Bittsteller auftreten sollten.

Nicht Washington hat in Ramallah um Gehör zu betteln, sondern die PLO hat – entsprechend den auch von ihr unterzeichneten Osloer Verträgen – ihren Willen zu Lösung ihres Konflikt mit Israel zu beweisen. Kann sie das nicht, weil sie keine Einigung mit Jerusalem will, kann die Antwort kein Kniefall vor ihr sein. So bleibt nur zu hoffen, daß Haaretz einem Gerücht aus Pallywood aufsaß.

Volkes Stimme

Was machen aufrechte Retter von Abend- und Vaterland an einem Tag, an dem wenigstens ein paar zivilisierte Menschen an den 9. November 1938 erinnern, jenen Tag, über den Joseph Goebbels notierte: »Bravo! Bravo! In allen großen Städten brennen die Synagogen. [..] Die Juden sollen einmal den Volkszorn zu verspüren bekommen.«? Sie erklären Juden, daß »es reicht«, und zwar »absolut«:

»Die Penetranz, mit welcher der Zentralrat der Juden fortlaufend das gräßliche Schicksal der Juden während des Dritten Reiches in den Vordergrund schiebt, ist ein Schlag ins Gesicht aller anderen Opfer von Massenmord, die es gegeben hat und immer noch gibt.«

Zwar nämlich hat der Autor dieser empörten Zeilen »kein Problem mit Juden«. Aber beim Gedanken an den Zentralrat, da kommt ihm dann doch ein Verdacht: »Je mehr Zeit verstreicht, desto offensichtlicher wird, was den Zentralrat der Juden tatsächlich treibt: Die Perpetuierung deutschen Schuldbewußtseins den Juden gegenüber.« Und das kann nicht sein, »da mache ich nicht mehr mit«.

Die deutsche Jugend, wenigstens die, möchte der Autor retten. Es könne »nicht mehr darum gehen, künftigen Generationen einzureden, sie als Deutsche hätten exclusiv eine besondere Verantwortung aus ihrer Geschichte.« Denn es werde ja noch immer gemordet, nicht mehr jedoch in Deutschland. Und daher müsse endlich Schluß damit sein, »deutsches Schuldbewußtsein zu perpetuieren«.

Derlei Geschwätz, das den präzedenzlosen Charakter des Holocaust leugnet, damit das Verbrechen verharmlost, kann 72 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland von einem Verein Journalistenwatch e.V. publiziert werden, der als gemeinnützig gilt, aber gleichzeitig eine deutliche inhaltliche Nähe zur Alternative für Deutschland (AfD) kaum glaubhaft verleugnen kann.

Und leider wird der »Verein für Medienkritik und Gegenöffentlichkeit« auch von einer Institution gefördert, der man das nicht unbedingt zutraut, dem Middle East Forum (MEF), das für sich beansprucht, für amerikanische Interessen zu werben. Es fällt schwer, daran zu glauben, werden so doch gerade auch die Verdienste alliierter Soldaten im Kampf gegen die deutsche Barbarei verleugnet.

Beziehungskrise

Mit einem Großaufgebot ihres »diplomatischen« Personals hat die PLO am Wochenende auf Berichte reagiert, nach denen die amerikanische Regierung erwägt, das Büro der »palästinensischen« Terrororganisation in Washington zu schließen, sollten die »Palästinenser« sich Gesprächen mit Israel verweigern und versuchen, den jüdischen Staat vor internationalen Gremien zu diskreditieren.

Den Anfang machte Riyad Malki, der »Außenminister« des Regimes in Ramallah, der erklärte, die PLO, die sich als »einzige legitime Repräsentantin« aller »Palästinenser« betrachtet, werde keinerlei Änderung des Status ihrer Mission in der amerikanischen Hauptstadt akzeptieren, seine Organisation sich nicht erpressen. »Überrascht« zeigte sich am Sonnabend auch Nabil Abu Rudeineh.

Der Sprecher des »Palästinenserpräsidenten« Abu Mazen betonte, man warte in Ramallah bereits seit einiger Zeit auf angekündigte amerikanische Vorschläge zu einer Lösung des Konflikts mit Israel, habe jedoch noch nichts gehört. Das Warten könnte nach Auskunft Hanan Ashrawis und Saeb Erekats freilich bald ein Ende haben. Für sie ist Washington als »ehrlicher Makler« unglaubwürdig.

Und der Generalsekretär des Exekutivkomitees der PLO drohte – von Washington aus –, die »Palästinenser« würden jeden Kontakt mit der amerikanischen Regierung abbrechen, sollte die tatsächlich die PLO-Vertretung in Washington schließen. Während die Aufregung in Ramallah also groß zu sein scheint, käme ein solcher Schritt der US-Regierung in der Tat alles andere als überraschend.

Der Betrieb der »diplomatischen Vertretung« der PLO in Washington muß alle sechs Monate von der US-Regierung genehmigt werden, die dabei einschätzen muß, ob die »Palästinenser« gewisse Regeln einhalten. Doch gegen die hat, so Außenminister Rex Tillerson, »Präsident« Abu Mazen mit seiner Forderung nach Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Israel verstoßen.

Gleichwohl könne Präsident Donald J. Trump, ergänzte das amerikanische Außenministerium, eine Schließung der PLO-Vertretung innerhalb einer Frist von 90 Tagen aussetzen, würden die »Palästinenser« glaubwürdige Schritte unternehmen, mit Israel zu einer Einigung zu gelangen, also in Friedensgesprächen einsteigen. Seit 2014 allerdings verweigert Ramallah Verhandlungen mit Israel.

Sehen die »Palästinenser« den Status ihrer Vertretung in Washington in Gefahr, sind also letztlich sie selbst es, die darüber entscheiden. Einerseits hätte Abu Mazen wissen können, welche Folgen sein Lawfare gegen Israel haben kann. Und andererseits war es ebenfalls seine Entscheidung, 2014 alle Gespräche mit Jerusalem abzubrechen. Niemand hindert ihn, diesen Entschluß zu revidieren.

Vertrauensverlust

Nachdem er sich selbst bezichtigt hatte, als Soldat in Hebron einen »Palästinenser« mißhandelt zu haben, sein »Opfer« jedoch jede Mißhandlung bestritt, bleibt Dean Issacharoff, der Sprecher der »NGO« Breaking the Silence, bei seiner Behauptung: Er habe im Februar 2014 in Hebron Hassan Julani, der Soldaten mit Steinen beworfen hatte, bei dessen Festnahme straflos mißhandeln können.

Der »Palästinenser«, der im Rahmen von durch Justizministerin Ayelet Shaked angestoßenen Ermittlungen gefunden worden war, hatte freimütig zugegeben, Soldaten angegriffen zu haben. Daß er dafür festgenommen wurde, auch das bestreitet Hassan Julani nicht. Nur die Gewalt, die Dean Issacharoff dabei angewendet haben will, hat es nach Auskunft des »Palästinensers« nicht gegeben.

Für den Sprecher von Breaking the Silence ist sein »Opfer« ein Lügner. »Wenn israelische Polizisten einen Palästinenser in seinem Haus festnehmen und zu einem drei Jahre alten Fall verhören, wird er ihnen alles sagen, was sie wollen«, erklärte Dean Issacharoff in einer Stellungnahme am Freitag. Seine Hände hätten »Palästinenser geschlagen. Ich bin nicht stolz darauf, aber es ist wahr.«

Damit hat der bizarre Fall, der nach dem Freispruch Dean Issacharoffs von den selbst erhobenen Vorwürfen, ein Ende hätte finden können, eine weitere nicht weniger seltsame Wendung genommen. Auf der einen Seite stehen der »NGO«-Sprecher und seine Organisation zusammen mit weiteren »NGO«, auf der anderen die israelischen Streitkräfte und ihr »Opfer«, das kein Opfer sein will.

Welche Seite ist nun vertrauenswürdiger? Da ein »Täter«, der um eine Bestrafung schier bettelt, um die Glaubwürdigkeit seiner »NGO« zu retten, die ja behauptet, den Fall sorgfältig geprüft zu haben, dort ein »Opfer«, das – wie im übrigen ehemalige Kameraden Dean Issacharoffs – die angebliche Mißhandlung einfach nicht bestätigt. Ohne weitere Zeugen ist es wohl die »NGO«, die verliert.

Und es spricht durchaus Bände, daß Breaking the Silence sich in ihrer Not nun ausgerechnet gegen einen »Palästinenser« richtet, der sich weigert, die ihm von der Organisation zugewiesene Rolle des »Opfers« zu spielen. Mit Seriosität, das jedenfalls scheint nach diesem Freitag klar, kann die »NGO« wohl nicht mehr für sich werben. Hat sie andere Vorfälle ähnlich »wasserdicht« recherchiert?

Verspielte Glaubwürdigkeit

Breaking the Silence ist eine »Nichtregierungsorganisation«, die für sich in Anspruch nimmt, Menschenrechte vor allem von »Palästinensern« zu verteidigen, die sie durch die Anwesenheit israelischer Sicherheitskräfte in den umstrittenen Gebieten verletzt sieht. Basierend auf anonymisierten Zeugenaussagen dokumentiert die Gruppe deren tatsächliches oder angebliches Fehlverhalten.

Diese Vorgehensweise, die die angeblichen Zeugen schützen soll, stellt freilich hohe Ansprüche an die Glaubwürdigkeit der Organisation insgesamt. Prangert sie israelische Streit- oder andere Sicherheitskräfte öffentlich an, sollte es die Gründe für diese Anklagen auch geben. Daß ihr Sprecher Dean Issacharoff jetzt als ein dreister Lügner aufflog, ist daher ein schwerer Schlag für die »NGO«.

Als Redner hatte Dean Issacharoff auf einer Demonstration behauptet, er habe als in Hebron stationierter Soldat einen »Palästinenser« sanktionslos mißhandeln können, eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt von ehemaligen Kameraden bestritten wurde. Justizministerin Ayelet Shaked jedoch leitete nach der öffentlichen Selbstbezichtigung des »NGO«-Sprechers Ermittlungen gegen ihn ein.

Obgleich sie froh darüber sein sollte, daß ein möglicherweise vertuschtes Verbrechen doch noch geahndet werden könnte, protestierte die »NGO« Breaking the Silence gegen diese Ermittlungen, diffamierte sie als »politisch motiviert«. In einem gemeinsamen Aufruf klagten zahlreiche »NGO«, mit ihnen sollten »Kritiker der Besatzung eingeschüchtert und zum Verstummen gebracht« werden.

Nachdem nun die Untersuchungen abgeschlossen, der angeblich mißhandelte »Palästinenser« gefunden und befragt werden konnte, sind sie allesamt blamiert: Der »Palästinenser« nämlich bestätigte die Behauptungen Dean Issacharoff nicht. Er sei eben gerade nicht mißhandelt, sondern bei seiner Festnahme – zuvor hatte er Soldaten mit Steinen beworfen – angemessen behandelt worden.

Wollte Dean Issacharoff zeigen, daß die israelischen Streitkräfte Fehlverhalten duldeten und vertuschten, ist er als Lügner und sind die, die ihn verteidigten, als Heuchler bloßgestellt, die in ihrer Voreingenommenheit nicht nach Fakten fragen, sondern nur ihr Feindbild pflegen wollen. Breaking the Silence und sie haben mit Dean Issacharoffs öffentlicher Lüge einige Glaubwürdigkeit verloren.

Kein Geld für Terroristen

Der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten im Kongreß in Washington hat am Mittwoch mit einem parteiübergreifenden Votum mehreren Gesetzentwürfen seine Zustimmung gegeben, die, werden die Vorschläge zu Gesetzen, es der amerikanischen Regierung ermöglichen sollen, in der Zukunft effektiver gegen Terroristen und deren staatliche Unterstützer im Nahen Osten vorzugehen.

Die drei schon seit einiger Zeit im Kongreß verhandelten Gesetze richten sich hauptsächlich gegen terroristische Organisationen wie die Hamas oder die Hisbollah und deren größten Sponsor, das Mullah-Regime in Teheran. Ein Entwurf zielt ausdrücklich auf die Praxis der Hamas, sich »menschlicher Schutzschilde« zu bilden. Am wichtigsten aber dürfte der sogenannte Taylor Force Act sein.

Benannt nach Taylor Force, der als Soldat an den Kriegen in Afghanistan und Irak teilgenommen hatte und als Tourist am 8. März 2016 im Hafen von Jaffa in Tel Aviv von einem »palästinensischen« Terroristen ermordet worden war, adressiert dieser Gesetzentwurf den seit Jahren bekannten und dennoch fortdauernden Mißbrauch von Hilfszahlungen für »Märtyrerrenten« durch die PA.

Das Regime um »Palästinenserpräsident« Abu Mazen belohnt terroristische Angriffe auf Juden mit verschiedenen Prämien, deren Höhe sich nach dem »Erfolg« der Anschläge richtet. Entweder bekommen die Hinterbliebenen getöteter Terroristen diese Gelder, teilweise lebenslang, oder, so sie überleben, die Terroristen selbst. Das »gemäßigte« Regime in Ramallah fördert so direkt Terror.

Während sich andere Großunterstützer der »Palästinenser« zuletzt mit Unwissen oder Ausflüchten vor der Erkenntnis zu drücken versuchten, daß auch ihre Hilfen für diese Finanzierung von Gewalt gegen Juden verwendet werden – allein in diesem Jahr sieht das Budget der PA einen Betrag dafür vor, der etwa der Hälfte aller internationalen Zahlungen entspricht –, handelt Washington nun.

Kann oder will die »Palästinenserführung« sich nicht glaubwürdig von ihren Verstrickungen in antisemitischen Terror, der nicht zuletzt mit Taylor Force einen amerikanische Bürger traf, distanzieren, soll sie nicht mehr unterstützt werden. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, hat nun endlich Aussicht, in ein Gesetz gegossen zu werden. Ein Schritt, der nur zu begrüßen ist.

Demokratiewächter

In Deutschland, heißt es oft in freilich schnell wieder vergessenen Sonntagsreden, sei kein Platz für Antisemitismus. Gerade hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – ausgerechnet – bei einem Treffen mit Überlebenden des Holocaust zu »Wachsamkeit gegenüber antisemitischen und rechtsextremen Strömungen« aufgerufen. Doch auch diese mahnenden Worte werden wohl wenig bewirken.

Beispielhaft deutlich wird das gegenwärtig beim Umgang einer Branche, die für sich beansprucht, einen schier unverzichtbaren »Beitrag zur Funktionsfähigkeit der Gesellschaft« zu leisten, mit Roger Waters, einem prominenten Aushängeschild der weltweit aktiven extremistischen BDS-Bewegung. Begeistert präsentieren Sender der ARD einige Konzerte des antisemitischen Aktivisten.

Planen Künstler, in Israel aufzutreten, dauert es nicht lange, bis Roger Waters sie dafür öffentlich anklagt und so versucht, Druck auf sie auszuüben, ihr Vorhaben zu überdenken und Konzerte abzusagen. Mit Auftritten im jüdischen Staat, behauptet Roger Waters in seinen Briefen, würden sie sich automatisch mit einer Politik solidarisieren, die Leid und Verderben über »Palästinenser« brächte.

Und dabei läßt sich der Boykott-Aktivist auch nicht etwa von dem Einwand beeindrucken, daß Musik und Politik nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben müssen. Für Roger Waters gibt es wie für die Bewegung, der er so gern den Sprecher macht, da keinerlei Trennung. Der Boykott Israels muß für sie total sein und zum Beispiel auch auf kulturellem Gebiet durchgesetzt werden.

Wer Roger Waters, der in seinen Konzerten auch auf antisemitische Symbolik setzt, als »Musiker« präsentiert, also nicht zuletzt finanziell unterstützt, der unterstützt nach dessen eigenen Maßstäben auch den Aktivisten Roger Waters und damit die BDS-Bewegung, die sich selbst dann nicht von ihren Anhängern distanzieren will, krakeelen die in aller Deutlichkeit, sie wollten Juden umbringen.

Es ist daher durch nichts zu rechtfertigen, unterstützen öffentlich-rechtliche Sender Auftritte Roger Waters’ in Deutschland, indem sie für sie werben, indem sie sicher nicht eben geringe Geldbeträge dafür zahlen, daß sie überhaupt stattfinden können. Antisemitismus, und dafür steht Roger Waters als Repräsentant der BDS-Bewegung, ist nämlich kein notwendiger Bestandteil von Demokratie.

Petition »Kein Support des Antisemiten Roger Waters durch öffentliche Gelder des WDR«

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