Israelische Behörden haben im vergangenen Juli mindestens 331 Angriffe »palästinensischer« Terroristen in den umstrittenen Gebieten gezählt. Allein in diesem Monat wurden dabei zwei Menschen ermordet, mindestens 17 verletzt. Die Angreifer attackierten ihre Opfer mit Steinen, Messern, mit Brandsätzen und Schußwaffen. Sicherheitskräfte berichten von drei Anschlägen mit Sprengsätzen. 414 »palästinensische« Terroristen wurden festgesetzt.
Die Bilanz allein dieses einen Monats zeigt deutlich, daß kein Tag ohne mehrere »Zwischenfälle« vergeht, bei denen »Palästinenser« versuchen, Juden zu verletzen oder gar zu ermorden. In Ramallah »regiert« derweil ein insbesondere aus Europa unterstütztes Regime, das Terroristen und deren abscheuliche Taten nicht bloß legitimiert und verherrlicht, sondern sie mit seinen »Märtyrerrenten« bereits seit Jahrzehnten finanziell belohnt und aktiv fördert.
Wenn darüber nicht oder kaum berichtet wird, während gewalttätige »Siedler« es in diesen Tagen fast schon mühelos schaffen, auch international Schlagzeilen zu machen, hat das zweifellos viel mit der Voreingenommenheit jener zu tun, deren Aufgabe es wäre, ein einigermaßen objektives Bild der Wirklichkeit zu zeichnen, aber auch mit Gewöhnung: Randalierende »Siedler« haben noch Neuigkeitswert, mordende »Palästinenser« sind – leider – allzu »normal«.
Dennoch sollte Jerusalem sich davor hüten, das Problem zu verharmlosen. Es mögen, wie Premier Benjamin Netanjahu meint, »nur sehr wenige Randalierer« sein, die mit ihrer Gewalt Unfrieden zu stiften versuchen. Sie ist jedoch unabhängig von ihrem Ausmaß schlicht inakzeptabel, unterhöhlt sie doch das – durch »palästinensischen« Terrorismus ohnehin schon angegriffene – Gewaltmonopol der Sicherheitskräfte und damit die Souveränität Israels.