Die FAZ, gemacht für kluge Köpfe, erzählt dies:
„Polen wird einen mutmaßlichen Mossad-Agenten an Deutschland ausliefern. Der Mann soll in einen Auftragsmord an einem Hamas-Funktionär in Dubai verwickelt gewesen und dort mit einem gefälschten deutschen Pass eingereist sein.“
Der Focus, mit Buchstaben und Bildern gefüllt für den nicht weniger bedauernswerten Rest, erklärt das:
„Nach Erkenntnissen der deutschen Fahnder soll Brodsky im Frühjahr 2009 einen weiteren mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad dabei begleitet haben, einen deutschen Reisepass beim Einwohnermeldeamt Köln zu beantragen. [..] Die Bundesanwaltschaft erklärte am Mittwoch, die Tötung des Hamas-Mannes sei nicht Gegenstand der Ermittlungen gegen den mutmaßlichen israelischen Agenten.“
Das ist durchaus auch nachvollziehbar. Denn „Brodsky“ ist, anders als das die Zeitung für Deutschland behauptet, eben gerade nicht „mit einem gefälschten deutschen Pass [nach Dubai] eingereist“; und auch „Michael Bodenheimer“ ist nie mit einem „gefälschten deutschen Pass“ nach Dubai geflogen.
Sein Reisedokument war echt, sonst könnte „Brodsky“ ja gar nichts vorgeworfen werden.
Die FAZ ist, geht es um den Mossad, überfordert. Oder wurde sie unschuldiges Opfer einer Mossad-Verschwörung?