Idioten sterben anscheinend niemals aus. Das ist bedauerlich. Zu diesem Pack gehören friedensbewegte Freunde ungefähr jeder Diktatur, möge die ihr Bestehen auch noch so blutig sichern. Saddam Hussein stand einem solchen massenmörderischen Regime vor, das nicht nur arabische„palästinensische“ Terroristen finanzierte, sondern sich auch ein paar Friedenstauben kaufte.
Daß es die Regierung George W. Bushs war, die dem Massenmord im Irak ein Ende setzte und durchaus erfolgreich die Voraussetzungen schaffte für einen Irak, der eine Zukunft hat, verzeihen Friedenstauben nie, weshalb sie allerlei Aktivitäten entfalten, von denen eine ein Body Count ist, der vorgibt, jene zu zählen, die „als Resultat der Invasion getötet wurden“ – angeblich über 1.300.000 MenschenIraker.
„Sie sind mindestens 10 Mal höher als die meisten Schätzungen der Medien, aber sie beruhen auf der einzigen wissenschaftlichen Studie über gewaltsame irakische Tötungen, verursacht durch die US-geführte Invasion seit März 2003.
Diese Studie, veröffentlicht im anerkannten Medizinjournal The Lancet schätzt, dass über 600’000 Iraker als Resultat der Invasion getötet wurden (Stand Juli 2006). Iraker sind seitdem weiterhin getötet worden.“
Und um dies – The Lancet hat wohl zwischenzeitlich das Interesse verloren … – abzubilden, haben die Freunde des Bath-Nazismus auf eigene Faust weitergerechnet, um für eine „ungefähre tägliche Aktualisierung dieser Zahl“ zu sorgen, welche „auf eine [sic!] Steigerungsrate“ beruht, „die aus dem Iraq Body Count hergeleitet wurde.“
Iraq Body Count freilich hat – bis heute – weitaus weniger Tote gezählt, keine 100.000, und zur Studie des „anerkannten Medizinjournal[s]“ The Lancet ein verheerendes Urteil veröffentlicht:
„In the light of such extreme and improbable implications, a rational alternative conclusion to be considered is that the authors have drawn conclusions from unrepresentative data. In addition, totals of the magnitude generated by this study are unnecessary to brand the invasion and occupation of Iraq a human and strategic tragedy.“
Bei den Erfindern der von The Lancet vorgelegten „Studie“, so Iraq Body Count weiter, handelt es sich um nichts als unwissenschaftliche Hochstapler und Aufschneider:
„Do the American people need to believe that 600,000 Iraqis have been killed before they can turn to their leaders and say ‚enough is enough‘? The number of certain civilian deaths that has been documented to a basic standard of corroboration by ‚passive surveillance methods‘ surely already provides all the necessary evidence to deem this invasion and occupation an utter failure at all levels.“
Es handelt also sich bei der von Just Foreign Policy verbreiteten Zahl, die „schockierend und ernüchternd“ genannt wird, tatsächlich um eine solche. Sie ist nämlich der falschen Basis wegen alles andere als realistisch und wird selbst ausgerechnet von denen, deren Erkenntnis zur „Hochrechnung“ genutzt wurde und wird, als Lüge bezeichnet. Und ist der Ausgangswert falsch, kann denn auch jede weitere Hochrechnung alles sein, nur nicht korrekt.
So entlarven die Trottel von Just Foreign Policy, die auch noch um Spenden betteln, zunächst einmal sich selbst, doch natürlich ebenfalls die Dummheit all derer, die ihrem Aufruf folgen: „Zeige den Zähler der toten Iraker auf deiner Webseite“. Wer ihn, den „Zähler der toten Iraker“ – Irakerinnen gibt es offenbar schon gar nicht mehr – verwendet, dem ist nicht mehr zu helfen.
Das ist in der Tat schockierend und ernüchternd.
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