EUropa, das sich uneinig zeigt, wenn es gilt, den Vereinten Nationen eine Abfuhr zu erteilen, weil diese einen Mahmoud Ahmadinejad zum Sprecher gegen Diskriminierung und Rassismus adeln, zeigt sich nur folgerichtig und wenig erstaunlich einig in seiner Feindschaft gegenüber Israel, jener Demokratie, deren Endlösung des iranischen Präsidenten Handlungsmaxime ist.
Der Ausbau der Beziehungen zwischen der EU und Israel wird abhängig gemacht von Israels Haltung zu einer „Zwei-Staatenlösung“:
„[A]n internal Foreign Ministry document last week stated that following Operation Cast Lead, diplomatic bodies in a number of European countries have called for a freeze on the upgrade, citing the pressure of domestic public opinion. Four European states have already said that if Israel did not agree to a two-state solution, they would oppose upgrading relations.“
Daß es die Araber„Palästinenser“ sind, die Israel nicht einmal ein Existenzrecht zubilligen, interessiert dabei nicht. Offenbar erpreßt von EUropa wird allein Israel, das eine Friedenspolitik anstrebt, die „abgestuft und meßbar ist und auf den Ergebnissen vor Ort basiert“, was EUropa überhaupt nicht mag:
„The deputy director general of the Swedish Foreign Ministry, Robert Rydberg, who visited Israel ahead of his country’s assuming the rotating EU presidency in July, was told by the new deputy foreign minister Dan Ayalon that Jerusalem is reassessing its peace policy. Rydberg responded that if so, the upgrade of relations would be frozen. Rydberg told Ayalon that a European decision on strengthening ties with Israel would be examined in the context of the implementation of a two-state solution.“
Und auch wenn das israelische Außenministerium offiziell noch abwiegelt, wird doch einmal deutlich, daß Israel nicht nur auf sich allein gestellt ist, sondern EUropa darüber hinaus auch nicht abgeneigt scheint, es bei Bedarf gänzlich aufzugeben. Mahmoud Ahmadinejad wäre EUropa in dieser Hinsicht zweifellos ein so hervorragender Bundesgenosse wie die Hamas.