Florian Rötzer, ein „Nachdenker unter den Schnelldenkern“ hat mal wieder nachgedacht und etwas herausgefunden:
„Im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates wurde unter Leitung von Richard Goldstone, ehemaliger oberster Richterr Südafrikas und Chefankläger für Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien und Ruanda, ein Bericht über den Gaza-Krieg vorgelegt. In diesem wurden israelische Operationen, aber auch Raketenangriffe der Hamas auf die Zivilbevölkerung als ‚inakzeptable Kriegsverbrechen‘ bezeichnet. Der UN-Menschenrechtsrat hat den Bericht angenommen, was in Israel Unruhe hervorgerufen hat.“
Es dachte der „Nachdenker“ nicht nach darüber, weshalb der Goldstone-Bericht „in Israel Unruher hervorgerufen hat“ und bei der Hamas nicht. Deshalb kann der „Nachdenker“ auch behaupten, der „Menschenrechtsrat“ der Vereinten Nationen habe neben Israel der Hamas „inakzeptable Kriegsverbrechen“ vorgeworfen.
Dieser Terroristenbande wurden vom „Menschenrechtsrat“ noch nicht einmal akzeptable Kriegsverbrechen nachgesagt. Richard Goldstone selbst sieht sichseinen „Bericht“ mißbraucht von einem Gremium, dem er Unglaubwürdigkeit bescheinigt:
„Er sei entsetzt über den jetzt von muslimischen Ländern vorgelegten Resolutionsentwurf, der sich einseitig gegen Israel richte. In rund 36 Paragraphen finde er keinen einzigen Vorwurf an die Palästinenser. So werde sein Bericht missbraucht. [..]
Goldstone macht seinem Auftraggeber, dem Uno-Menschenrechtsrat, schwere Vorwürfe. ‚Wenn das Gremium glaubwürdig werden will und politisch Wirkung haben, muss es sich endlich auf die Menschenrechte konzentrieren und sich von politischen Ideologien distanzieren‘, macht Goldstone klar.
Es lasse sich zum Beispiel nicht rechtfertigen, dass sich der Rat immer wieder mit Israel befasse, sich aber weigere, Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka und anderswo aufzuarbeiten.“
In der vom „Menschenrechtsrat“ beschlossenen Resolution fehlt denn auch jede Verurteilung der Hamas oder anderer „bewaffneter palästinensischer Gruppen“. Aber das herauszufinden, das erfordert gewiß noch etwas Nachdenken vom „Nachdenker unter den Schnelldenkern“, dem Florian Rötzer, der „als bekanntester deutscher Online-Philosoph“ ja auch noch ein paar „kritische Löcher im Internet offen zu halten“ hat. Und seien es solche in seiner „Recherche“.