Humanitäre Katastrophe II

Weil George Galloway natürlich nicht die „Palästinenser“ in Gaza wichtig sind, sondern er und seine Viva Palestina-Trottel um jeden Preis Aufsehen erregen wollen, nahm ihr aus Europa kommender Konvoy nicht eine Route, die kurz und deshalb mit wenig Öffentlichkeit verbunden gewesen wäre, sondern sitzt – wenig überraschend – in Aqaba, Jordanien, fest. Ägypten verlangt nämlich – ebenfalls nicht überraschend – die Einreise über El-Arish an der Mittelmeerküste.

Die Jugend in El-Arish allerdings weiß, was von George Galloway zu halten ist. Vor einer erneuten Begegnung mit der jugendlichen Intelligenz hat, scheint’s, der Wichtigtuer, dessen friedensbewegte Mitreisende im Frühjahr freilich auch auf ägyptische Sicherheitskräfte losgingen, Angst, weshalb er jetzt aber eben in Jordanien festsitzt, gar bitterlich empört ist und hungerstreikt.

„Over 400 volunteers travelling with British MP George Galloway’s aid convoy to Gaza declared a hunger strike on Sunday, protesting the Egypt’s refusal to allow the convoy to dock in the port of Nuweiba, on the Sinai Peninsula.“

Es wird unterdessen nicht nur in Jordanien gehungerstreikt, sondern auch in Ägypten, wo sich andere friedenstaube Terroristenunterstützer zusammenrotten wollten, aber erwartbaren Ärger mit den Behörden bekamen. Ihr Gaza Freedom March kommt daher auch nicht damit voran, die „israelische Blockade“ Gazas sinnigerweise von Ägypten aus zu brechen. Also wird auch hier gehungert.

Unter diesen Essensverweigerern ist Hedy Epstein, die beweist, daß Alter vor Blödheit nicht bewahrt.

„An 85-year-old Holocaust survivor was among a group of grandmothers who began a hunger strike in Cairo on Monday to protest against Egypt’s refusal to allow a Gaza solidarity march to proceed.

American activist Hedy Epstein and other grandmothers participating in the Gaza Freedom March began a hunger strike at 1000 GMT.“

Nun wird überall für die armen „Palästinenser“ Gazas gehungert, während diese selbst eben nicht an Hunger leiden. Es drängt allerdings die Frage sich auf, wie denn all die Solidaritäts-Hungerleider in Gaza aufgenommen werden, sollten sie doch noch in Hamastan ankommen. Dann müßten sie – verhungert, wie sie sind – doch erst einmal wieder aufgepäppelt werden – und das dann zwangsläufig auf Kosten der „Palästinenser“ in Gaza. Statt „Viva Palestina“ heißt es dann „Futter für Galloway & Epstein“.

Kann aber so eine glaubwürdige Solidarität mit „Opfern“ einer „Blockade“ aussehen?

1 Comment

  1. Na ja, inzwischen ist der Lustreisende auf dem Weg nach El-Arish – natürlich nicht auf dem kürzesten Weg (einmal mit’m Böötchen um den Sinai), nein: Über Jordanien nach Syrien, dort an die Küste und dann schippern sie nach El-Arish. Geht wohl nicht anders – weil man den Ägyptern keinesfalls die Gebühren für den Suezkanal zahlen will, könnten böse Hirne vermuten. 🙂

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