Der Mufti, das Hotel, der Mamilla-Friedhof und das Abwasser

Das Simon Wiesenthal Center will in der israelischen Hauptstadt ein Museum of Tolerance auf dem Gelände eines seit Jahrzehnten bestehenden Parkplatzes errichten. In der Nähe befindet sich der muslimische Mamilla-Friedhof. Und dessen „Heiligkeit“ werde, klagen nun islamische Prediger „Palästinensern“ und allen anderen, die ihnen zuhören, durch das Museum of Tolerance entweiht.

Daß dereinst es Araber waren, die auf dem Gelände der Begräbnisstätte mit ausdrücklicher Genehmigung des Obersten Muslimischen Rats ein Einkaufszentrum bauen wollten, haben die Haßprediger von heute gewiß nur zufällig vergessen.

Doch schon vor diesen Planungen war es kein Geringerer als Haj Mohammed Amin el Husseini, später sollte der Großmufti von Jerusalem ein lieber Gast des deutschen Führers sein, der als Hotelbauer und als häufiger -gast nöchstselbst nicht nur mit Abwasser der Grabstätte die ihr seiner Ansicht nach zustehende Achtung zuteil werden ließ …

(Tom Segev: One Palestine, Complete, London 2002, p. 279)

1 Comment

  1. […] Terrorchefs machen derzeit wieder eine Welle wegen des Baus des „Museum of Tolerance“ in Jerusalem. Da darf ein muslimischer […]

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