Und noch eine “Nahost-Expertin”: “Alexandra Senfft, die lange als UN-Beobachterin in Israel, dem Gazastreifen und der Westbank gelebt hat, beschreibt den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern aus einer anderen Sicht.” Nämlich jener der “UN-Beobachterin” und UNRWA-Sprecherin der Jahre 1990-91.
Ihre “andere” Sicht geht so:
“Die Entscheidungen, weiter jüdische Siedlungen zu bauen, gleichgültig wo, sind fatal, weil sie ein riesenhaftes Hindernis darstellen [..].”
Das ist ganz neu. Juden in Judäa und Samaria – das geht gar nicht!
“Der Mauerbau hat diese physische Trennung und völlige Unkenntnis des Anderen im Vergleich zu vorher noch verschärft. Im Gegensatz dazu hatte man in der Vergangenheit noch alltägliche Kontakte miteinander. Denn früher haben palästinensische Tagelöhner in Israel gearbeitet. [..] Aber es gab darüber hinaus auch viele andere Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern, die durch den Mauerbau getrennt wurden. Dadurch wachsen die Feindbilder und Ängste.”
Die “Mauer” ist böse, Terroristen gibt es (wie übrigens im gesamten Interview) nicht. Wer hätte das gedacht?
“Man muss darauf hinweisen, dass im vorletzten Jahrhundert und Anfang des letzten Jahrhunderts Juden und Palästinenser im Nahen Osten friedlich miteinander gelebt haben.”
Es lebten früher Juden im Heiligen Land? Wissen das die “Palästinenser”? Wie paßt das zur These vom “riesenhaften Hindernis”? Und es gab in Safed 1834 also kein Pogrom oder 1929 in Hebron. Zionistische Greuelpropaganda! Endlich ist sie entlarvt.
“Wenn da tatsächlich kein massiver Druck auf Seiten der USA und der Europäischen Union bzw. des Quartetts (USA, EU, Israel, Palästinensische Autonomiebehörde) kommt, sehe ich momentan keinen Anlass, dass beide Seiten wieder an den Tisch rücken werden, weil es keine positiven Anreize dafür gibt.”
Auch dies, kaum können wir es fassen, hörten und lasen wir noch nie zuvor.
“Fremder Feind, so nah”, das Buch, das diese überraschend “andere” Sicht sicher noch vertieft, werden wir gleich im Dutzend ordern und Exemplare an alle schicken, die es angeht …
[…] Alexandra Senfft, Autorin und zeitweise UN-Beobachterin in Israel, Gazastreifen und „Westbank“ – angeblich schreibt sie Neues, aber es sind nur die bekannten hohlen Phrasen: Juden in Judäa – geht gar nicht; Siedlungen sind Hindernisse; ach ja: früher gab es nur friedliches Zusammenleben zwischen Arabern Palästinensern [die haben sich ja schon vor Jahrtausenden so genannt – oder so] und Juden. Klar, kein Pogrom in Safed (1834) und auch sonst nichts. Übrigens gibt es im gesamten Interview mit der Dame überhaupt nicht. […]