Ein paar Überschriften, die Google News zum Stichwort UNIFIL ausspuckt:
„Darabos: Heuer keine Bundesheer-Soldaten in den Libanon“
„Kommandoübergabe des Deutschen Einsatzkontingentes UNIFIL“
„Österreichs Uno-Einsätze Unnötige Zwietracht“
„Österreich schickt keine Blauhelme“
„Korvettenkapitän besucht Reservisten“
Und was hat der Korvettenkapitän, er heißt Martin Schwarz, wohl vom Einsatz zu berichten?
„Schwarz war zwischen Juli und Oktober 2009 im Libanon und bewertete die Lage dort als stabil.“
Während Österreich also offenbar über eine Beteiligung an der UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen noch diskutiert, gibt es vom UNIFIL-Einsatz selbst nicht viel zu berichten, die Lage ist „stabil“.
Am 19. März, so eine der letzten aktuellen Meldungen der UNIFIL, begingen die UN-„Friedenstruppen“ den 32. Jahrestag ihrer Stationierung im Libanon.
Am 4. April, so die gegenwärtig jüngste Mitteilung der UNIFIL, wurde der International Day for Mine Awareness and Assistance in Mine Action zum Anlaß genommen, wohlfeile Worte zu verkünden.
Syrien, Mitglied der Vereinten Nationen, schickt derweil ganz offiziell Scud-Raketen nach Libanon an die Hisbollah, deren Entwaffnung die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats, dessen (nichtständiges) Mitglied Libanon derzeit ist, fordert:
„According to the newspaper Al-Rai Al-Aam, Syria has recently shipped ballistic missiles of the Scud type to Hezbollah fighters in Lebanon. [..] The report added that Syria trained Hezbollah fighters in the use of Scud missiles and advanced anti-aircraft missiles last summer, on its soil.“
Die United Nations Interim Force in Libanon nimmt von diesem offenen Verstoß gegen Resolution 1701 durch Syrien, Libanon und Hisbollah noch nicht einmal Notiz.
Da verwundert es auch nicht, daß die Lage im Libanon „stabil“ ist.
[…] Wie kann man die Lage im Libanon als stabil klassifizieren? Ganz einfach […]