Muhammar al-Ghaddafi: „Obama ist kein Fehler unterlaufen“

Muhammar al-Ghaddafi hat dem SPIEGEL mit einem Interview eine große Freude bereitet. Und natürlich hat der Irre, der der Schweiz den Heiligen Krieg erklärte, weil die das schwere Verbrechen beging, einen seiner gewalttätigen Söhne für kurze Zeit festzusetzen, auch kundgetan, was er über Barack Hussein Obama denkt, den amtierenden US-Präsidenten:

„‚Obama ist kein Fehler unterlaufen‘, sagte Gaddafi, einst einer der ärgsten Feinde Amerikas.“

Das Lob ist berechtigt. Denn wenn Muhammar al-Ghaddafi darlegt, wie er Israels Existenz beenden Frieden im Nahen Osten schaffen will, so klingt das tatsächlich, als fasse er zusammen, was das Weiße Haus plant.

„Für den Konflikt im Nahen Osten empfiehlt er Obama, ‚mit der Kontrolle Israels und der Abschaffung der israelischen Massenvernichtungswaffen zu beginnen – dann wird er auch in Iran und der ganzen Region erfolgreich sein‘. Geschehe das nicht und entstehe kein demokratischer Staat, in dem Israelis und Palästinenser gleiche Rechte hätten, dann drohe weiter ‚Krieg und Kampf: Dann wird Israel der Verlierer sein und verschwinden wie ein Sandkorn im Meer‘.“

Es gibt einen Staat, in dem IsraelisJuden, Araber, Atheisten, Christen, „Linke“ … – gleiche Bürger-Rechte genießen, während es keine Pläne für einen „palästinensischen“ Staat gibt, in dem Juden die gleichen Rechte zugesichert werden wie „Palästinensern“. Gaza ist judenrein, Judäa und Samaria sollen es, geht es nach der PA, werden; und auch Israel soll mit einem „Recht auf Rückkehr“ letztlich erledigt werden.

Nichts wollen „Palästinenser“ tatsächlich weniger als einen (zwangsläufig post-israelischen) Staat, „in dem Israelis“ – wer mag damit genau gemeint sein? – „und Palästinenser gleiche Rechte hätten“. Dazu, genau dies zu verhindern, wurden „Palästinenser“ schließlich erfunden, ob sie gegenwärtig nun „gemäßigt“ oder „demokratisch gewählt“ daherkommen.