„Partner für den Frieden“: Hamas erneuert Kampfansage gegen Israel

Ismail Haneyya, als ein „palästinensischer“ Ministerpräsident in der Wahrnehmung manch „israelkritischer“ deutscher Abgeordneter wohl ein „gemäßigter“ Hamas-Terrorist, mit dem man deshalb reden könnte, hat stellvertretend für „die Palästinenser“ im jordanischen Aqaba am Freitag erklärt, worüber er nicht zu verhandeln gedenkt:

„Palestinian premier Ismail Haneyya has renewed assertion that this government and the Hamas movement refuse a substitute homeland for Palestinians.

He told a massive rally held in the Jordanian port city of Aqaba on Friday night in support of the Aqsa Mosque that the Palestinians would not accept any other country than their historical land Palestine.“

Im „historical land Palestine“, das es vor 1967 nie und danach nur in der „palästinensischen“ Propaganda gab, ist kein Platz für Israel. Die Quelle der Nachricht, die Website der Al Qassam Brigades der Hamas, dürfte Ismail Haneyya authentisch übersetzt und wiedergegeben haben, zumal er ja auch nur bekräftigt, was seit ihrer Gründung die Position der Hamas ist.

Freilich kommt diese erneute deutliche Absage an einen Frieden mit und neben Israel durch die Hamas-Führung nach der deutschen Einladung eines Hamas„Ministers“ an die Evangelische Akademie in Bad Boll zu einer Konferenz mit der „man doch nur Menschen miteinander ins Gespräch bringen“ wolle, wie deren Direktor Joachim Beck in aller Unschuld meint.

Leider wird Joachim Beck die Entscheidung darüber, ob er nach dieser neuerlichen Absage der Hamas an einen Kompromiß noch mit dem nach Bad Boll geladenen Hamas„Minister“ Basem Naim „ins Gespräch“ kommen will, vermutlich von deutschen Behörden abgenommen, die den Befürworter eines gewalttätigen „Widerstands“ gegen Israel, das den Holocaust ausbeute, nicht einreisen lassen wollen.

Einer, Rainer Arnold, der Verteidigungspolitische Sprecher seiner SPD-Bundestagsfraktion, indes hat schon geäußert, was er von einem Einreiseverbot für Basem Naim hält: „Dies ist bedauerlich, da Kontaktsperren uns bei der Lösung schwieriger Probleme nun einmal nicht weiterbringen.“ Das „schwierige Problem“, das er meint, muß wohl Israel heißen, denn die Hamas will nicht mit, sondern höchstens über Israels Ende „ins Gespräch“ kommen.

In der deutschen Sozialdemokratie regt bisher sich noch kein Protest gegen Rainer Arnolds Kuschelkurs gegenüber glühenden und gewaltbereiten Antisemiten.