Sofern die israelische Regierung der libanesischen, die sich – Libanon ist derzeit übrigens Mitglied im UN-Sicherheitsrat – offen zum „Recht“ der Hisbollah auf Waffen bekennt und deren Bewaffnung durch Syrien und die Islamische Republik Iran auch in der Realität wenigstens duldet, vielleicht sogar fördert, wenn also die israelische zur libanesischen Regierung ein entspanntes Verhältnis pflegen sollte, machte sie zweifellos etwas falsch.
Wenn nun ein UN-Repräsentant sich „zufrieden“ äußert über die israelisch-libanesischen Beziehungen, stellt er der israelischen Regierung entweder ein denkbar schlechtes Zeugnis aus oder offenbart, daß er nicht einmal ansatzweise ahnt, wovon er redet. Doch auch wenn er der libanesischen Regierung bescheinigt, sie arbeite daran, Spannungen mit Israel „abzubauen“, so muß das dieser einigermaßen peinlich sein und Aufforderung, ihre Verbundenheit mit der Hisbollah zu vertiefen.
Doch immerhin, wenn Michael Williams als UN-Koordinator für den Libanon sich mitteilt, wie er es tut, weiß man, daß von den Vereinten Nationen und ihren „Friedenstruppen“ – der UNIFIL – etwas ganz gewiß nicht erwartet werden kann: Maßnahmen, die aus einer Abwesenheit bewaffneter Auseinandersetzungen einen dauerhaften Frieden werden lassen.