„Menschenrechtsaktivisten“ suchen den Supermärtyrer

Bei ihrem letzten Versuch, die israelische „Blockade“ Gazas zu brechen, hinterließen George Galloway und seine „Aktivisten“, die vor allem freilich als brutale Schläger auffielen, mindestens einen Toten. Ein ägyptischer Grenzposten bei Rafah überlebte Krawalle nicht, die Galloways Schläger und die Hamas angezettelt hatten.

„Mission accomplished“ war bald darauf auf der Website der Viva Palestina-Kampagne George Galloways zu lesen, der sich in Gaza von der Hamas als der Freund feiern ließ, der er der islamischen Bande tatsächlich ist. Während er Ismail Haniya Geld überreichte, bedauerte George Galloway nur, etwas spät angekommen zu sein.

Die agyptischen Behörden reagierten auf die Gewalttaten der „Menschenrechtsaktivisten“ um George Galloway weitsichtiger als deren unter anderen Namen firmierenden Spießgesellen, die selbst der tote ägyptische Grenzposten nicht zu einem Nachdenken oder Innehalten bewegen konnte. George Galloway und seine Schlägerbande wurden ausgewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt.

Daß es mittlerweile etwas ruhiger wurde um George Galloway, der zudem in der Zwischenzeit sein Abgeordnetenmandat verlor, scheint ihm gar nicht zu gefallen. Verglichen mit dem internationalen antisemitischen Furor, den die durch die türkische Regierung unterstützten Free GazaJihadisten vor zwei Wochen auslösen konnten, wirkt George Galloway wirklich etwas kläglich.

Dabei geht es gerade ihm um die große Schlagzeile, wie er vor einem Jahr bekannte: „This has been an amazing journey. The only slight blemish has been the neglect of it in the press back home, with some notable exceptions.“ Neun „Märtyrer“ wollen in der Konkurrenz der antisemitischen Medienhuren„Menschenrechtsaktivisten“ überboten sein. Deshalb ist George Galloway wieder da:

„Veteran anti-Israel activist and former MP George Galloway is planning a land and sea convoy in September, which will attempt to end the blockade of Gaza. [..]

With Hizbullah and Turkish flags waving in the background, Galloway claimed that the convoy will be the ‚mightiest breach‘ of the siege that has ever been.“

Es wäre bestimmt eine grandiose Show: „Menschenrechtsaktivisten“ suchen den Supermärtyrer. „Palästinenser“ und die Realität haben in diesem antisemitischen Spektakel, das mit Toten kalkuliert, allenfalls Gastauftritte. Daß etwa eine zuverlässige Versorgung der „Palästinenser“ in Gaza ausgerechnet an Israel scheitert, kann getrost als Lüge bezeichnet werden. „Propalästinensisch“ ist an dieser Inszenierung nichts.

Verlangten kurz nach ihrer Rückkehr vom Free Gaza-Jihad (Ex-)Bundestagsabgeordnete der deutschen Partei Die Linke in hysterischem Tonfall, Israel müsse sofort die in einem Akt „völkerrechtswidriger Piraterie“ aufgebrachten „Hilfsgüter“ nach Gaza schaffen, verteidigen nun die gleichen „Aktivisten“ ausdrücklich die Hamas, die die Annahme der Güter verweigert:

„Ganz Gaza darbt und ächzt – aber die Hamas tut gut daran, die Annahme der Hilfslieferungen zu verweigern, solange Israel nicht gleich die Blockade ganz einstellt.“

Israel, das die „Blockade“ implementierte, um nach jahrelangem Raketenbeschuß den Warenfluß nach Gaza kontrollieren und den Waffenfluß verhindern zu können und eine Verbringung des durch „palästinensische“ Terroristen entführten Gilad Shalit ins Ausland zu unterbinden, erweiterte in der vergangenen Woche die schon umfangreiche Liste von Waren, die nach Gaza geliefert werden können, u.a. um Kartoffelchips.

Verweigert wird deren Einfuhr nun durch die Hamas, die damit, so ihre Auskunft, die lokale Wirtschaft schützen will. „We have local factories that can make soda and soft drinks. If the border opens, Gaza’s factories can export fruit salads and potato chips to the entire region.“ Wer Fruchtsalat exportieren kann und Kartoffelchips, hat kein Versorgungsproblem.

Derweil läßt Ägypten aus Algerien stammende „Hilfslieferungen“ nicht nach Gaza passieren, ohne dafür international attackiert zu werden. Wenn es eine Blockade Gazas gibt, so geht sie demnach aus von der Hamas und Ägypten, während Antisemiten „Menschenrechtsaktivisten“ weiterhin Lügen über eine israelische „Blockade“ verbreiten.

„They don’t have Televisions“, klagt da etwa eine Anne de Jong, während Al Jazeera darüber sich beklagt, daß das Fernsehen Israels, das in Gaza empfangen werden kann, auch in arabischer Sprache von der Fußball-WM berichtet. Bilder der nichtvorhandenen Empfangsgeräte in Gaza liefert AP:

„Palestinians gather outside an electrical appliances store in Gaza City, to watch a live televised broadcast of the opening match of the World Cup soccer tournament between South Africa and Mexico in Johannesburg, South Africa, Friday June 11, 2010.“

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, daß die Blockadebrecherei – auch aus der Islamischen Republik Iran könnten demnächst ein paar Schiffe mit „Hilfsgütern“ einen Auftritt in „Menschenrechtsaktivisten“ suchen den Supermärtyrer haben – reichlich überflüssig ist, sofern sie tatsächlich für „Palästinenser“ veranstaltet werden sollte. Als Angriff auf Israel hingegen funktioniert sie prächtig.

Und da ist sich denn auch die Europäische Union nicht zu fein, in der antisemitschen Internationale, die von George Galloway über die türkische Regierung, die IHH und die Partei Die Linke in Deutschland bis nach Teheran reicht, mitzumachen. Nicht Druck auf die Hamas will die EU ausüben, auch nicht auf Ägypten, sondern auf Israel, das derzeit mehr liefern will als die Hamas erlaubt:

„Zapatero said that at Monday’s Council meeting, Spain’s foreign minister, Miguel Angel Moratinos, would propose that the EU deploy ‚all its political and diplomatic capability‘ to end the Gaza blockade.“

Da müssen wir wohl nur befürchten, daß George Galloway, der erst im September seinen „mächtigsten Blockadebruch“ aller Zeiten inszenieren will, zu spät kommen wird.