Israel ist ein um seine zahlreichen „Freunde“, die zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ganz genau wissen, was falsch ist, wahrlich nicht zu beneiden. So wußten – bis jetzt – diese „Freunde“, die nie um einen ungebetenen Rat verlegen sind, etwa dies:
„Im Moment ist die Regierung Netanjahu doch auf einer Art Kamikaze-Kurs. Die Blockade von Gaza stärkt nur die Extremisten und die Feinde Israels.“
Nachdem nun die Regierung unter Benjamin Netanjahu sich entschlossen hat, ihren „Kamikaze-Kurs“ zu verlassen und die „Blockade“ Gazas einseitig zu lockern, fällt das Urteil der „Freude“ ob dieser neuerlichen Dummheit vernichtend aus:
„Israels Lockerung der Gaza-Blockade stärkt die Hamas [..]. Die nunmehrige weitgehende Lockerung der Sanktionen hat der Hamas den größten Erfolg seit der gewaltsamen Machtübernahme im Juni 2007 beschert.“
So richtig dieser Schluß auch ist, so richtig ist freilich auch, was Barry Rubin dazu schreibt:
„While a change in Israeli policy can be said to mark this new era, the outcome should not be blamed on the Israeli government since the situation was already in place and made inevitable by Western policy. The world has no idea what it has done, how many bad things and how much bloodshed will arise from this failure.“
Die Welt der „Freunde“ Israels bekommt, was sie will. Bedauerlich ist, daß sie für das Ergebnis eben nicht die Verantwortung übernehmen will und wird, zumal es ja ohnehin Israel ist, das die Stärkung der Hamas zu spüren bekommen dürfte, nicht das Weiße oder das Karl Liebknecht Haus.