Nahost-Quartett: Blockadebrecher ignorieren die Realität

Nachdem die israelische Regierung „gestern“, wie die „Nachrichten“ des Deutschlandfunks wissen, „damit begonnen [hat], die Blockade zu lockern“, vergeht selbst Amira Hass das beständige Klagen über Israel, und sie läßt „Palästinenser“ eine Situation in Gaza schildern, die so gar nicht zu dem passen will, was noch immer „Aktivisten“ erzählen:

„Even if Israel announces tomorrow that it is adding 500 items to the list of what is allowed into the Strip, Skaik said, ‚we need time in order to assess the change – perhaps a month or two. The market is still full of items brought through the tunnels and it is possible that merchants will not immediately order ‚permitted‘ items from Israel – because there are similar items from Egypt.'“

Es gibt, heißt das, in Gaza tatsächlich nichts, was es nicht gibt, die „Blockade“ sorgte weder für leere Regale noch war sie in ihrer bisherigen Form deshalb eine „Kollektivstrafe“. Die Lockerung der „Blockade“ ändert – von Preisen abgesehen – nichts. Das fand, kaum ist es zu fassen, sogar Clemens Verenkotte, Nahost-„Korrespondent“ für die deutschen Staatsmedien, heraus:

„Im Erdgeschoss eines 15-stöckigen Hochhauses betreibt Hamed Schurafa einen kleinen Lebensmittelladen. Im Kühlregal, das wie immer um diese Uhrzeit vom Generator betrieben werden muss, stehen hinter den alten Glastüren israelische Milchprodukte, Käse, Joghurt – Dinge, die schon immer, trotz der Blockade, in den Gazastreifen kamen. Alle anderen Produkte wie Haarshampoo, Handcreme, und Babywindeln werden aus den Tunneln unter der Grenze zu Ägypten angeliefert. [..] Wir können alles liefern, wenn es nach einem bestimmten Artikel Nachfrage gibt.“

Es verwundert daher auch nicht, daß Hamed Schurafa, den der deutsche Clemens (*) respektvoll konsequent Hamed nennt, einerseits „von einer Verbesserung der Versorgung durch die Lockerung der Blockade [..] bisher noch nichts gespürt“ hat, weil er andererseits ja ohnehin bisher als Händler „bei den Kunden nicht“ merken konnte, „dass es an etwas fehlt, weil wir alles über die Tunnel beziehen“.

Abzuwarten bleibe nun nur, „wie stark sich das Warenangebot verlagere – zwischen der Lieferung über die Tunnel und über die reguläre Grenze“. Ein paar Deutsche, die sich noch auf den Seeweg machen wollen, um als Juden die „Blockade“ u.a. mit gesammeltem Spielzeug zu brechen, kommen nicht nur reichlich spät, sondern sind damit anschaulich als die Dummköpfe bloßgestellt, die sie sind.

Diese Trottel sind freilich ein lästiges Ärgernis, mehr aber auch nicht. Wenn hingegen die Diplomaten des Nahost-Quartetts, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, die EU-Außenministerin Catherine Ashton oder Hillary Clinton, Barack Hussein Obamas Außenbeauftragte, ihre Realitätsferne demonstrieren, so ist das – nicht nur für Israel – mehr als nur ein Ärgernis:

„The human rights situation of the civilian population of Gaza is ‚unsustainable, unacceptable, and not in the interests of any of those concerned,‘ the Quartet said Tuesday.“

Daß sie damit nicht das Regime der islamischen Terroristenbande Hamas meinen, versteht sich von selbst:

„The Quartet, made up of the US, EU, Russia, and the UN, emphasized the need for ‚a fundamental change in policy in Gaza,‘ demanding the ‚unimpeded flow of humanitarian aid, commercial goods and persons to and from Gaza.‘

The statement came despite a decision from the Israeli security cabinet to change the conditions of the siege on Sunday, a move that was welcomed by Quartet envoy Tony Blair.“

Da können mit Amira Hass und Clemens Verenkotte ausgewiesene „Israelkritiker“ nicht mehr unterschlagen, daß die Situation in Gaza so gut ist, daß die einseitige Lockerung der „Blockade“ durch Israel darauf gar keinen kurzfristig spürbaren Effekt mehr haben kann, doch diese „unparteiischen“ Politiker besitzen die Frechheit, Israel – nicht die Hamas – mit Forderungen zu attackieren.

Spätestens jetzt sollte Israel diese „Diplomaten“ als Feinde betrachten. Wenn sie es jemals nicht gewesen sein sollten, so sind sie es jetzt mit Sicherheit – und das unübersehbar.

(*) Wenn Clemens Verenkotte schlußendlich doch noch ein Haar in der Suppe entdecken zu können meint, so offenbart er damit nur seine unprofessionelle Voreingenommenheit gegenüber Israel:

„‚Das größte und akuteste Problem der Menschen in Gaza ist erst einmal der Strom. Unsere Stromwerke müssen mit genug Brennstoff versorgt werden denn das ist das Problem Nr. 1‘, sagt er.“

Dafür freilich ist, Clemens Verenkotte setzt ganz auf die Vergeßlichkeit seiner Kundschaft, gerade nicht Israel verantwortlich, sondern die PA des „Palästinenserpräsidenten“ Abu Mazen:

„Seit die EU die Gelder für das einzige Elektrizitätswerk im Gazastreifen nicht mehr direkt an Israel überweist, sondern erst an Ramallah, kommt nicht mehr genug Dieseltreibstoff für das Kraftwerk an. Die Bevölkerung leidet täglich unter mehreren Stunden Stromausfall.“

2 Comments

  1. […] Wie wenig das die internationalen Vollidioten im Diplomatenrang tangiert, zeigt tw24 auf. […]

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