Manchmal scheint es ganz einfach zu sein, Probleme zu lösen oder sie erst zu schaffen. Im Deutschen Bundestag herrschte gestern parteiübergreifende Einigkeit darüber, daß durch die israelische „Blockade“ Gazas die „radikalislamische Hamas [..] nicht geschwächt, sondern gestärkt worden“ sei.
Deshalb forderten die im Bundestag vertretenen Parteien denn auch einmütig ein möglichst sofortiges „Ende der Gaza-Blockade“ von Israel. Ist eine Schwächung der Hamas das also erstrebenswerte Ziel, bleibt rätselhaft, weshalb das parlamentarische Nachplappern einer Hamas-Forderung diese nicht stärkt.
Wir baten Wolfgang Gehrcke, Thomas Silberhorn, Rolf Mützenich, Rainer Stinner, Kerstin Müller und Philipp Mißfelder, sie beteiligten sich mit Redebeiträgen an der gestrigen Bundestagsdebatte, um kurze Aufklärung und sind gespannt auf eben diese:
„Guten Tag,
den Nachrichten der ‚tagesschau‘ entnehme ich, daß Sie die israelische Blockade Gazas ablehnen, da durch sie die Hamas „nicht geschwächt, sondern gestärkt worden“ sei.
Können Sie mir kurz erläutern, woran konkret Sie diese Stärkung der Hamas durch die Blockade festmachen? Wie wird die Hamas durch eine Aufhebung der Blockade geschwächt?
Mit besten Grüßen
„Die islamistische Hamas ist nicht geschwächt, sondern profitiert politisch und wirtschaftlich, vor allem durch die „Tunnelwirtschaft“, von der Blockade.“
Aus Punkt 8 des Antrages (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/023/1702328.pdf)
So oder ähnlich dürften wohl die Antworten aussehen…