Der Hamas–Kommandeur Ahmed Al-Jabari erklärte in dieser Woche erneut, was seine „Organisation“ von einem Frieden mit Israel hält: „Mit der Kraft des Glaubens, Waffen und Raketen, Tunneln und Kommandoaktionen werden wir den Sieg für Palästina erringen und die Okkupation auch in Gaza beenden“.
Israel, so dieser Botschafter einer „gewählten Regierung“, mit der nach Ansicht mancher Antisem„Menschenrechtsaktivisten“ deshalb „Gespräche geführt [..] werden müssen“ könne man nur „mit Waffen und Kampf“ begegnen. „Friedensgespräche“, bestätigte denn auch Hamas–„Sprecher“ Salah Al-Bardawil unverblümt, seien „ein Verbrechen“.
Und während ein deutscher Nahost-„Experte“, noch immer „definitiv nicht der Ansicht“ ist, „dass es sich bei Hamas um eine Terrororganisation handelt“ und daher verlangt, die „Hamas muss mit an den Verhandlungstisch“, ließ und läßt die ihren Worten Mordanschläge und Raketen folgen, darunter auch Phosphorgranaten.
Seit dem Beginn der „Friedensgespräche“ zwischen der israelischen Regierung und Vertretern der PA des umstrittenen „Palästinenserpräsidenten“ Abu Mazen Anfang September herrscht im Süden Israels nicht mehr die gespannte relative Ruhe der Vormonate, sondern der antisemitische Terror der Hamas und sie unterstützender „palästinensischer“ Banden.
In der Süddeutschen Zeitung erklärt Peter Münch, ein weiterer deutscher Nahost-„Experte“, derweil, daß all dies wohl doch noch nicht ausreiche, Israel zu befrieden: „Mit dem gleichen Druck, mit dem Abbas entgegen seinen ursprünglichen Erklärungen an den Verhandlungstisch gezwungen wurde, muss jetzt Netanjahu zur Verlängerung des Siedlungsbaustopps bewegt werden.“ (17.09.2010, S. 4)
Als ob es darum ginge. Jede Rakete aus Gaza erinnert Israel schmerzlich daran, daß die Räumung von „Siedlungen“ keinen Frieden bringt, daß das Prinzip ‚Land für Frieden‘ nicht funktioniert. Für die Hamas endet Gaza nicht an der international anerkannten Grenze Israels, und die PA trauert noch immer um Terroristen mehr als um Zivilisten.
Als israelische Soldaten am vergangenen Sonntag „Palästinenser“ entdeckten, die Raketen auf Israel abschießen wollten, töteten sie sie, um den Angriff zu verhindern. Spätere Untersuchungen durch die IDF ergaben allerdings, daß es sich bei zwei der drei getöteten „Palästinenser“ nicht um Terroristen handelte.
In der Nacht zum Freitag erschossen israelische Sicherheitskräfte im Rahmen einer Aktion, bei der mehrere „palästinensische“ Terroristen festgesetzt werden konnten, Iyad Asad Shelbaieh, einen Hamas-Anführer, den die PA gerade wieder aus der Haft entlassen hatte. „Der Märtyrer war unter den Ersten, die den Jihad in der Al Aksa-Intifada anführten“, beschreibt die Hamas dessen „Verdienste“.
Schwieg Salam Fayyad, der „Premierminister“ der PA, zu den beiden vor Wochenfrist unbeabsichtigt durch die IDF getöteten „palästinensischen“ Zivilisten, konnte er gar nicht schnell genug um den Hamas-Terroristen Iyad Asad Shelbaieh weinen. Diese „gefährliche Eskalation“ schwäche „die Glaubwürdigkeit des ohnehin fragilen politischen Prozesses“.
Nicht der durch die israelischen Streitkräfte bedauerte Tod eines 91 Jahre alten „Palästinensers“ und seines Enkels gefährdet nach Ansicht Salam Fayyads die „Friedensgespräche“, nicht von „Palästinensern“ auf Israel abgefeuerte Raketen und Granaten, sondern ein „Märtyrer“ der Hamas, die dazu sich bekennt, eben diese Gespräche mit allen Mitteln zu torpedierenbombardieren.
Salam Fayyad bringt so zum Ausdruck, daß er und seine PA einen Hamas–Jihadisten höher schätzen als zwei „palästinensische“ Zivilisten, denen wohl tatsächlich keine gegen Israel gerichtete Handlung vorgeworfen werden kann. Um einen, der als Terrorist sich bleibende „Verdienste“ erwarb, trauert Salam Fayyad, um zwei Zivilisten nicht.
Der „Friedensprozeß“ wird nicht an „Siedlern“ scheitern oder mangelndem Druck auf die israelische Regierung, sondern daran, daß die als „gemäßigt“ geltende PA noch immer nicht bereit ist, terroristische Gewalt zu ächten. Dem „Märtyrer“ wird die Zugehörigkeit zur konkurrierenden Hamas verziehen, Zivilisten ihre Friedlichkeit gegenüber Israel selbst im Tod nicht.
Ein Udo Steinbach oder ein Peter Münch werden darauf freilich nie kommen.
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