Kategorie: Du bist Deutschland

Du bist Deutschland

Eine Nase fehlt:

„Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische ‚Krummnase‘, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“

siehe auch: Für wen redet die Kölner Staatsanwaltschaft?

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Eben noch irrten wir als Antiantiantiantiwasauchimmer durch Raum und Zeit und sehnten uns nach Halt und Anleitung, und prompt wurde unser Flehen erhört:

„Seit es israelische Neonazis gibt und Faschisten Israel regieren, scheint es en vouge zu sein den möglichst antideutschen Nazi in Schland zu geben.

Ihr verkackten Antiantiantiantiwasauchimmer seit einfach unfähig argumentativ Position zu beziehen.

GEGEN KRIEGE, FASCHISMUS, KAPITALISMUS, IMPERIALISMUS, ANTISEMITISMUS (AUCH GEGEN PALÄSTINENSER), ZIONISMUS UND ANTIDEUTSCHE ‚ÜBERMENSCHEN'“

Jetzt sind wir erleuchtet und nur noch antiantiantiwasauchimmer.

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Daß es „palästinensische“ Terroristenbanden geben könnte, die Israel vernichten und dessen Bürger ermorden wollen, einfach weil es Israel und seine Bürger gibt, was beispielsweise die Hamas vor wenigen Wochen noch einmal in aller Unzweideutigkeit klarstellte, hält der offizielle deutsche Auslandssender Deutsche Welle für unwahrscheinlich.

Deshalb rechtfertigt die Deutsche Welle auch ganz unverblümt „palästinensischen“ Terrorismus:

„Die israelische Siedlungspolitik löst immer neue Proteste und Raketenangriffe der Palästinenser aus. Israel beantwortet diese Angriffe mit unverminderter militärischer Härte: Wieder wurde der Gazastreifen bombardiert.“

Gaza ist seit 2005 judenrein, neue „Siedlungen“ nicht geplant.

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Der Schauspielerin Iris Berben wird nachgesagt, sie engagiere sich „seit fast 40 Jahren gegen Antisemitismus und Gewalt“ und setze sich „für den Staat Israel ein“.

Henning Mankell, glühender Antisemit, verdienter Friedenspreisträger der deutschen Stadt Osnabrück und Freund des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, fordert dagegen ein baldiges Ende Israels und wohl auch der meisten seiner Bürger.

„Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist.“

Iris Berben mag Henning Mankell, und der Antisemit mag die Streiterin gegen Antisemitismus, worauf diese stolz ist:

„Ich habe ihn schon vor Jahren kennen gelernt und traf ihn vor Beginn der Dreharbeiten wieder, denn er hat ja sein Okay geben müssen, ob er mit mir einverstanden ist. Wir sind uns im Rahmen dieses Projekts insgesamt dreimal begegnet, und erst dieser Tage habe ich eine sehr schöne Mail von ihm bekommen, wie zufrieden er mit unserem Film ist.“

Ist das nicht wirklich toll?

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom Montag über Jugendgewalt in der britischen Hauptstadt London. In der Nacht zum Sonnabend, heißt es da, sei ein 17jährige überfallen und erstochen worden. Nach Angaben von Freunden und Anwohnern habe es sich bei der Messerstecherei um einen „Revierkampf zwischen Jugendlichen“ gehandelt, ein Ereignis, das einerseits nachgerade alltäglich scheint – seit Jahresbeginn gab es fünf tödliche Messerstechereien in der Gegend – und andererseits nicht so bedeutend, daß es eine deutsche Zeitung beschäftigen müßte.

Es gäbe jedenfalls durchaus genug aus Deutschland zu berichten. In Berlin beispielsweise, der von SPD und der Partei Die Linke regierten deutschen Hauptstadt, wurden in der Nacht des „Revierkampfs“ in einer anderen Hauptstadt zwei 23 Jahre alte Frauen und ein 25jähriger von einer Schlägerbande belästigt und, nachdem sie die Frage danach, ob sie Juden seien, bejahten, angegriffen und verletzt. Am Tag zuvor hatte bereits ein 61 Jahre alter Mann in Berlin zwei zehnjährige Mädchen antisemitisch beleidigt und mit einer Bierflasche verfolgt.

Konnte der eine Täter unter Einsatz vom Pfefferspray festgesetzt werden, sind die anderen antisemitischen Schläger, von denen zumindest einem ein Migrationshintergrund nachgesagt werden kann, noch auf freiem Fuß. Sind zwei gewalttätige und unzweifelhaft antisemitisch motivierte Überfälle innerhalb eines Tages und der darauffolgenden Nacht in der deutschen Hauptstadt der überregionalen deutschen Presse eine Meldung wert, und sei es auch nur als Spaltenfüller auf einer hinteren Seite? Nun, Londoner „Revierkämpfe“ sind, scheint’s, wichtiger.

Siehe auch: Unterwegs nach Malmö

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Im vorvergangenen Januar folgten linke Schlägertrupps in Kassel einem Aufruf des Hamas-Sprechers Mahmud Sahar zu weltweiten Angriffen auf jüdische Einrichtungen und zerlegten während eines vom Friedensratschlag Kassel veranstalteten deutsch-arabischen Antisemitenaufmarschs einen Informationsstand über Israel. Da man auf solche „Friedensfreunde“, denen zivilisierte Umgangsformen fremd und wohl auch nicht mehr beizubringen sind, Rücksicht nehmen muß, erließ nun das Ordnungsamt Kassel ein Verbot der Flagge des Staates Israel.

Das Verbot gilt derzeit zwar offenbar nur für einen vom Bündnis gegen Antisemitismus geplanten Informationsstand, der übrigens ohne die Fahne auskommen sollte, aber da sich schließlich unzivilisierbare „Friedensfreunde“ immer von ihr „gestört“ und provoziert fühlen könnten, ist eine Ausweitung des Verbots der israelischen Flagge auf ganz Deutschland wohl unausweichlich. Das Ordnungsamt zu Kassel denkt auch über eine Burka-Pflicht für Frauen nach. Durch allzu provozierende Kleidung könnten diese doch ganz erheblich die Selbstbeherrschung mancher Männer gefährden.

„Eigentlich hatten die pro-israelischen Aktivisten vom Kasseler ‚Bündnis gegen Antisemitismus‘ (BgA) gar nicht geplant, am Samstag an ihrem Informationsstand in der Königsstraße eine große Flagge des jüdischen Staates zu zeigen. Das hat ihnen das Ordnungsamt nun allerdings auch verboten. Die mündlich Begründung war pikant: Man müsse auf Passanten, die sich von der Flagge gestört fühlen könnten, Rücksicht nehmen.“

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Wie überschreibt man in Deutschland einen Artikel, in dem von einem Raketen-Angriff berichtet wird, zu dem und dessen Ergebnis sich voller Stolz „Palästinenser“ bekennen, nachdem in den vergangenen Tagen Headlines zu lesen waren wie: „Israel sorgt für Zorn auf allen Seiten“? So:

Die Rakete fiel einfach so vom Himmel, niemand hat sie abgefeuert. Warum eigentlich nicht gleich: ‚Ein Toter in Israel nach dem Frühstück‘? Dann wäre der lieben „Palästinenser“ guter Ruf an dieser Stelle ganz gerettet.

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„Man mag“, mitteilt Onkel.Tom, „man mag von den Nazis halten, was man will, aber was Israel ‚da unten‘ betreibt, spottet jeder Beschreibung.“ Er beschreibt es uns aber netterweise doch noch:

„Vertreibung, Mauerbau, systematische Erniedrigung, Dreiklassengesellschaft, Aushungerung, Verachtung.

Ich dachte, all diese Begriffe wurden schon einmal verwendet. Nur war das vor 80 Jahren hier.“

Und all der Aufwand, den die gutmütigen Deutschen so selbstlos trieben, um den Juden die Zivilisation beizubringen, war umsonst. Onkel.Tom kann es kaum fassen:

„Haben die Israelis wirklich nichts gelernt?“

Onkel.Tom ist übrigens kein Nazi. „[V]on den Nazi halte ich _überhaupt nichts_. Niemals.“ Die haben ja, siehe oben, als Lehrpersonal auch jämmerlich versagt.

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Ein Träger des Aachener Friedenspreises, der mit einer antisemitischen „Karikatur“ die Staatsanwaltschaft zu Köln zu der Anmerkung veranlaßte, über deren volksverhetzenden Charakter dürften nur Juden oder Bürger Israels sich beschweren, „distanziert“ sich von seiner „Demonstration“ mit einer Bitte:

„Nur meine ich, dass die israelische Politik in der Pflicht ist, alles zu vermeiden, was tiefsitzende antijüdische Ressentiments aufleben lässt.“

Genau so ist es: Nicht das Ressentiment ist das Problem, sondern Israel. Und wenn Frauen nicht alles unterlassen, tiefsitzende erotische Gelüste aufleben zu lassen, sind sie am Ende selbst schuld, wenn sie unterm Ausbruch dieser zu leiden haben.