In den Tagen jenes Krieges, den der „Palästinenser-Präsident“ Abu Mazen, dessen Amtszeit freilich abgelaufen ist, mal als einen „Völkermord“ bezeichnete, um die einseitige Einstellungen der Kampfhandlungen der israelischen Streitkräfte dann doch zu verurteilen („Israel made a ‚big mistake‘ by ending Operation Cast Lead without overthrowing the Hamas regime in the Gaza Strip, a Palestinian Authority official in Ramallah said on Thursday.“), machte offenbar das Gerücht, einige Discounter wollten ihre Tageseinnahmen an Israel spenden, die Runde und um uns einen Bogen.
Die Aufregung der bessermenschelnden Kundschaft jedenfalls scheint groß gewesen zu sein, groß genug, um Dementis zu veröffentlichen:
„Aktuell kursiert ein Gerücht in diversen Internetforen, dass u.a. Lidl die europaweiten Einnahmen von Freitag, den 09.01.2009 und Samstag, den 10.01.2009, an Israel spenden will.
Lidl dementiert dieses Gerücht:
Das im Internet kursierende Gerücht entbehrt jeglicher Grundlage.“
„Unmissverständlich und in aller Eindeutigkeit“ stellte auch Aldi „klar“:
„Es ist absolut unzutreffend und frei erfunden, wenn behauptet wird, dass ALDI an Israel Spenden leistet. Eine solche Absicht besteht nicht und hat auch nicht bestanden.“
Und damit dürfte der Discounter ein feines Gespür für den Zustand der Gesellschaft, die Kundschaft ist, bewiesen haben. Es bedarf keiner wissenschaftlichen Studien mehr, latenten Antisemitismus zu belegen. Das übernahmen die sonst weniger auskunftsfreudigen Aldi und Lidl vor einigen Tagen.