Ich bekomme – weshalb wissen wissende Götter – manchmal Post von Friedenstauben, mit der sie sich just immer dann wieder in Erinnerung bringen, wenn ich nahe daran bin, sie zu vergessen. Zu Cast Lead schwiegen diese speziellen Friedenskämpfer netterweise, was indes durchaus entlarvend ist. Dafür aber haben sie nun offenbar die wahrste aller yblen Wurzeln ewiglichen Unfriedens entdeckt:
„Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten ‚Spiele‘ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität: Sie erzeugen Angst, Stress und andauernde Adrenalinschübe. Sie erzwingen unmittelbare Handlungen in einem Reiz-Reaktions-Schema und verhindern so gezielt kritische Distanz und Mitgefühl. Die virtuellen Räume und die reale Welt durchdringen sich, werden ununterscheidbar. Der ‚Spielraum‘ unserer Kinder und Jugendlichen entspricht der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen z.B. im Irak und in Afghanistan. Vor genau solchen Zielmonitoren sitzen Panzer-, Flugzeug- und Hubschrauberbesatzungen und schießen wirkliche Menschen einzeln ab – gelernt ist gelernt.“
Darauf eine Folge Band of Brothers … und vielleicht zuvor noch eine Runde UT III.