Nachdem EUropa zusammen mit anderen die Araber„Palästinenser“ dafür reichlich belohnte, daß sie zum Jahreswechsel einen Krieg gegen Israel eskalierten, den sie verloren, und die Terroristen-Banden Hamas und Fatah – erfolglos – versuchen, eine „Einheitsregierung“ zu bilden, findet es Zeit, sich dem Staat der Holocaust-Überlebenden zu widmen:
Grund für das Entsetzen ist die (mögliche) Regierungsbildung in Israel, das Ergebnis einer demokratischen Wahl, mit dem etwa Javier Solana, EUropas „Spitzen-Diplomat“, erhebliche Probleme hat:
„‚Ich möchte sehr klar sagen, dass die Art, wie die EU mit einer israelischen Regierung umgehen würde, die keine Zwei-Staaten-Lösung will, sehr, sehr anders (als jetzt) wäre‘, sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana. ‚Sie (die Israelis) wissen das und wir müssen das immer wieder sagen.'“
Und nicht etwa zur Kenntnis nehmen, daß weder Benjamin Netanjahu noch Avigdor Lieberman einem „palästinensischen“ Staat ablehnend gegenüber stehen – ganz anders als die dennoch reichlich beschenkten „Palästinenser“, die ja in Kairo genau dies beweisen.
Wo indes schon „Spitzen-Diplomaten“ die Realität bestenfalls verzerrt wahrnehmen wollen, darf die „Qualitätspresse“ nicht fehlen:
„Unter Netanjahu und seinen Vasallen aus dem rechten und ultra-orthodoxen Lager wird es keine neuen Politikansätze geben, sondern Rückschritte und neu entfachte Feindseligkeiten. Netanjahu wird den Konflikt verwalten, nicht lösen. Er und Lieberman sind die Totengräber des Nahost-Friedensprozesses.“
Während, meint Thorsten Schmitz, „zuletzt Außenministerin Tzipi Livni [den Friedensprozess] noch gefördert“ habe und damit bekanntlich die Hamas in Nöte stürzte, die gar nicht mehr wußte, wohin mit ihren schönen Kassams und Mörsern, stehe eine „Koalition Netanjahu-Lieberman“ für ein „Ende der Versöhnung mit den Palästinensern“. Die sich, Geldsorgen haben sie keine, nichts sehnlicher wünschen.
Oder doch?
„Hamas braucht Netanjahu, denn die Konfrontation mit Israel legitimiert ihre Existenz.“
Und das offenbar nicht nur in der Wahrnehmung des Kommentators der Süddeutschen Zeitung, sondern auch EUropas. Den einen, Terroristen, legt es nahe, eine „Einheitsregierung“ zu bilden, die anderen, demokratisch legitimierten Politikern, denen nicht nachgesagt werden kann, mit tagtäglichen Angriffen Nachbarn zu terrorisieren oder sie allesamt eliminieren zu wollen, sorgen für Alarmstimmung und Entsetzen.
Feine Demokraten.
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