Für Georg Baltissen von der taz sind Juden, die nicht in Israel leben, vaterlandslose Gesellen, also solche, auf die das Land, in dem sie leben, sich nicht verlassen kann, gilt in des Kommentators Einbildung ihre Loyalität doch einzig Israel:
„Da wird ein Mann, der sich um das Amt des Generaldirektors der Unesco bewirbt, in einer Kampagne als großer Antisemit angeprangert. [..] Und ausgerechnet Israel, der Staat, ausdem der entschiedenste Widerstand gegen eine solche Kandidatur kommen sollte, erklärte am Dienstag,dass er keine Einwände gegen diesen Herrn habe. [..] Darüber waren offensichtlich weder Bernard-Henri Lévy, Claude Lanzmann und Elie Wiesel noch der Zentralrat der Juden in Deutschland informiert. Die drei Ersteren hatten Mitte vergangener Woche mit einer Erklärung in der Zeitung Le Monde die Kampagne gegen Hosni gestartet.“
Daß den Vereinten Nationen ein Kulturbeschützer, der am liebsten Bücher verbrennt und Kultur auch sonst abstoßend findet, zu gönnen ist, weil er zu dieser Organisation paßt, hat Israel dabei in der Tat richtig erkannt. Und ebenso richtig ist es, wenn Bürger einen solchen Antisemiten ablehnen, weil sie auf eine Wandlung der Vereinten Nationen hoffen.
Nur „Israelkritiker“ wie Georg Baltissen können das seltsam finden.
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