Nachdem in der vergangenen Woche Barack Hussein Obama ausgerechnet in Kairo der „islamischen Welt“ einmal mehr öffentlich versicherte, wie sehr gerade sie doch zu leiden hätte unter Israels bloßer Existenz, welche wiederum die Folge sei eines europäischen Verbrechens, wird nun deutlich, daß er auch etwas weniger öffentlich daran arbeitet, Israel ganz nach den Wünschen dieser „islamischen Welt“ zuzurichten, es also in den Suizid zu zwingen.
„In zwei Jahren will Obama den Nahost-Frieden erreicht haben, also die Zwei-Staaten-Lösung. Bis 2011 solle der Staat Palästina gegründet sein, so schreibt das Londoner Blatt über Obamas Initiative – und bestätigt damit, was die britische ‚Sunday Times‘ zuvor schon veröffentlicht hatte.
Der amerikanische Präsident erwarte eine Reaktion der israelischen Regierung innerhalb von sechs Wochen – eine Frist, die am Donnerstag vergangener Woche begann. An diesem Tag hielt Obama seine Grundsatzrede an die islamische Welt in der Universität Kairo.“
Klar, daß deutsche „Journalisten“, öffentlich-rechtliche noch dazu, über solcherlei „Diplomatie“, die offenbar auskommt ohne wenigstens die Einbeziehung Israels, hellauf begeistert ist. Und noch weniger überraschend ist, daß auch bei dieser Gelegenheit der deutsche „Journalist“ Dinge berichtet, die mit seinem Weltbild viel, mit der Realität hingegen herzlich wenig zu tun haben:
„Der israelische Ministerpräsident Netanjahu will schon am kommenden Sonntag eine Grundsatzrede zur Außenpolitik halten. In der Bar Ilan-Universität bei Tel Aviv will Netanjahu erklären, wie er Frieden für die ganze Region und Sicherheit für Israel erreichen will. Die israelischen Zeitungen erwarten, Netanjahu werde sich in dieser Rede erstmalig zu einer Zwei-Staaten-Lösung bekennen und den Friedensplan des internationalen sogenannten Nahost-Quartetts, die ‚road map‘, akzeptieren.“
Mag der erste Teil noch stimmen, ist der zweite pure Fiktion des Sebastian Engelbrecht, der es auch schon fertigbrachte, im Deutschlandfunk die Road Map als ein Friedenshindernis zu deklarieren, da sie auch an die „Palästinenser“ Forderungen stellt. Regierungschef Benjamin Netanjahu hat schon bisher weder eine „Zwei-Staaten-Lösung“ abgelehnt noch die Road Map.
Wie er sich am Wochenende daher „erstmalig“ dazu bekennen beziehungsweise sie akzeptieren können soll, bleibt ein Rätsel. Aber da Sebastian Engelbrecht es mit Leichtigkeit schafft, bisherige Statements der israelischen Regierung zu unterschlagen, wird er dann wohl auch in der nächsten Woche weiter darüber klagen können, daß Benjamin Netanjahu nicht gesagt habe, was er tatsächlich gesagt – und wiederholt – haben wird.
Was ein deutscher „Journalist“ nämlich nicht hören oder sehen will, das fand und findet auch nicht statt. Das Feindbild muß schließlich tapfer gegen die Wirklichkeit verteidigt werden. Und so ist Sebastian Engelbrechts Enttäuschung so absehbar wie unausweichlich.