Europäische Wünsche

Wenn Antisemiten„Israelkritiker“ die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen dürfen, bestimmt das Bewußtsein das Sein – und es werden Forderungen gestellt an Israel, die die Realität ebenso ausblenden wie „Palästinenser“, deren von Terroristenbanden gestellte „Regierungen“ des jüdischen Staats Existenzberechtigung in Theorie und bewaffneter Praxis fortdauernd leugnen.

„The European Union on Friday urged Israel ‚to immediately end all settlement activities, including in East Jerusalem,‘ in a statement issued by the EU’s Swedish presidency.

Stressing the urgency of a durable solution in the Gaza crisis, the 27-member bloc also called call for the ‚immediate and unconditional‘ opening of crossings for the flow of humanitarian aid, commercial goods and persons to and from Gaza.“

Draußen, in der realen Welt, ist Jerusalem die Hauptstadt des souveränen Staats Israel, dessen Regierung gerade einen Baustopp, der mindestens neun Monate dauern soll, verkündet hat. Ebenfalls in der realen Welt, die die EU ignoriert, sind, während Gilad Shalit in der Gewalt der Hamas verbleibt, die Übergänge zu Gaza leider normalerweise geöffnet und eher selten gesperrt.

„Over the last week between 343 and 393 truckloads of humanitarian aid and commercial goods were delivered into the Gaza Strip via Israeli crossing points, and minimum amounts of fuel were delivered on two of the last seven days. Fodder and wheat were also delivered twice.“

2 Comments

  1. „Draußen, in der realen Welt, ist Jerusalem die Hauptstadt des souveränen Staats Israel, dessen Regierung gerade einen Baustopp, der mindestens neun Monate dauern soll, verkündet hat.“

    Wenn man zwischen Warheit und Wahrnehmung unterscheiden will, dann richtig:

    1. „Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahost-Konflikts. Ostjerusalem, das bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von Palästinenser-Organisationen als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht.“ (aus Deutsche Wikipedia:Jerusalem)

    ODER

    „Today, the status of Jerusalem remains one of the core issues in the Israeli-Palestinian conflict. Israel’s annexation of East Jerusalem has been repeatedly condemned by the United Nations and related bodies,[12][13] and Palestinians foresee East Jerusalem as the capital of their future state.[14][15] In the wake of United Nations Security Council Resolution 478 (passed in 1980), most foreign embassies moved out of Jerusalem, although some countries, such as the United States, still own land in the city and pledge to return their embassies once political agreements warrant the move.[16]“ (aus Englische Wikipedia:Jerusalem).

    2. Der Wille der Israelis – speziell der Regierungskoalition von Netanjahu – zu einem Baustopp ist praktisch nicht vorhanden. Sie haben bisher nur auf Druck von aussen reagiert und die Siedlerzahlen haben vor kurzem mal wieder einen neuen Rekord erreicht.

    Gruß
    Critic

  2. Ein „palästinensischer“ Staat, der sich mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt begnügen würde, ist eine Illusion, der man gewiß anhängen kann. Nur gibt es kaum „Palästinenser“, die sich damit begnügen würden. Weder die Hamas noch Fatah erkennen Israels Existenzrecht an. Sie akzeptieren auch entsprechende UN-Beschlüsse nicht, weshalb es einigermaßen zwecklos ist, „Völkerrecht“ gegen die Realität, in der Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt Israels ist, anzuführen.

    Ohnehin scheint es schon seltsam, wenn ausgerechnet die „Palästinenser“/Araber erwarten, sie könnten wieder und wieder Israel angreifen und dann, wenn sie verloren haben, auf der Wiederherstellung des status quo ante bestehen. Die ‚Grenzen von 1967‘, die da immer wieder erwähnt werden, mögen eine Verhandlungsgrundlage sein. Nur haben die „Palästinenser“ sie 1967 eben nicht akzeptiert – weshalb sollte Israel sich heute an sie gebunden fühlen?

    Zum Status Jerusalems hat Barack Hussein Obama in einem seiner helleren Momente gesagt, was zu sagen war und auch „Palästinenser“ anzuerkennen haben :

    „Any agreement with the Palestinian people must preserve Israel’s identity as a Jewish state, with secure, recognized and defensible borders. Jerusalem will remain the capital of Israel, and it must remain undivided.“

    Jüdische Siedlungen sind „illegal“, weil das Internationale Rote Kreuz sie seit Anfang der 1970er so nennt. Die völkerrechtlich durchaus noch geltende Balfour-Deklaration erklärt auch die „Palästinensergebiete“ zur nationalen jüdischen Heimstätte, in der als gleichberechtigte Bürger auch Araber leben sollen. Mithin ist an jüdischen Siedlungen auf legal erworbenem Grund herzlich wenig auszusetzen, zumal Israel sehr wohl bereit ist, sie zu räumen.

    Nur brachte zuletzt die Räumung Gazas keinen Frieden für Israel, Siedlungen als angebliches Haupthindernis für einen Frieden gibt es dort nicht mehr. Das hindert die Hamas aber nicht, mit Raketen israelischen Bürgern ein einigermaßen normales Leben zu verunmöglichen. Von dort andererseits, wo es jüdische Siedlungen gibt, wird Israel nicht mit Raketenangriffen überzogen. In der Westbank gibt es sogar einen Wirtschaftsaufschwung.

    Wo es keine Siedlungen gibt, werden Raketen auf Zivilisten abgeschossen; wo es sie gibt, steigt einerseits der Wohlstand der „Palästinenser“ und werden andererseits keine Raketen nach Israel geschickt. Sie sind für „Palästinenser“ wie für Israel also ein echtes Erfolgsmodell. Das sollte man angesichts der Alternative Gaza doch beibehalten, oder?

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