Nachdem die Islamische Republik Iran jüngst den Bau zehn weiterer Anlagen zur Urananreicherung verkündete, erklärte in dieser Woche auch der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad, wohin die Reise geht, geht es nach ihm – hin zu waffenfähigem Uran:
„Days after Iran announced that it would start building ten new industrial scale enrichment plants, President Mahmoud Ahmadinejad says Iran will start enriching uranium to a level of 20 percent.“
Belegte schon die Ankündigung neuer Anlagen, die ausdrücklich eine Antwort auf das war, was Appeaser „Ultimatum“ nennen, daß es dem Mullah-Regime gerade nicht um eine friedliche Nutzung von Kernenergie geht, beweist die jüngste Rede des iranischen Präsidenten, daß „letzte Fristen“ wenig erfolgreich sind, weil sie von der Islamischen Republik eben tatsächlich genutzt werden.
Im Weißen Haus allerdings hat sich diese Erkenntnis noch nicht durchgesetzt, wie es scheint. Die Regierung Barack Hussein Obama jedenfalls sieht keinen sofortigen Handlungs- und Beratungsbedarf mit ihren Verbündeten. Wolkig sieht Washington für den Iran zwar „Zeit ablaufen“, doch ohne konkreten Nullpunkt und die Benennung von Folgen kommt eben kein Countdown, sondern nur ein weiteres Ultimatum heraus, mehr Zeit für die Mullahs zu weiteren Fortschritten:
„‚Time is running out. That deadline is the end of the year,‘ White House spokesman Robert Gibbs told reporters in a news briefing.“
Sollte der Dezember, was leider wahrscheinlich ist, ohne echtes iranisches Einlenken verstreichen, so möchte man freilich nicht unbedingt mit Barack Hussein Obama, Angela Merkel oder Nikolas Sarkozy tauschen. Durch eigene Worte oder die ihrer Minister haben sie vermutlich sich selbst heftiger unter Druck gesetzt als Teheran.
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