Menschenrechte: Worüber Mullahs weinen

Wenn die Islamische Republik Iran, bekannt für ihre beispielhaft funktionierende Demokratie und kompromisslose Durchsetzung von Menschenrechten, die Schweiz vor „tiefgreifenden Auswirkungen“ einer Entscheidung ihrer souveränen Bürger warnt, müssen diese wohl wahrlich in sich gehen und bereuen.

Ihr Land, so der iranische Außenminister, müsse nun um seinen guten Ruf als „Anwalt der Menschenrechte“ fürchten:

„Iranian Foreign Minister Manouchehr, in a phone conversation with Swiss counterpart Micheline Calmy-Rey, criticized the move and warned that it would likely to have far-reaching implications, both for the Swiss people and the Muslim minority.

‚This move did not befit a country claiming to be a number one advocate of democracy and religious freedom under the Universal Declaration of Human Rights,‘ said Mottaki on Saturday.

‚The ban will undoubtedly change Switzerland’s image as a leading advocate of human rights,‘ he added.“

Gehörte zu den dann gewiß auch für Vertreter des Mullah-Regimes „schlimmen“ Folgen, daß die offizielle Schweiz sich in Zukunft in der Tat um eine den Menschenrechten verpflichtete Außenpolitik wenigstens müht, so wäre das Klagen des Manouchehr Mottaki durchaus nachvollziehbar.