Wenn mit allerlei akademischen Titeln sich Schmückende ganz mutig mal gegen den Strom schwimmen wollen und daher aufrufen zum akademischen Boykott Israels, so muß man das als Zeichen für einen beginnenden oder schon fortgeschrittenen intellektuellen Verfall werten.
Davon betroffen sind nun auch John Greyson, Professor der York University, und die „Filmemacherin“ Kathy Wazana, die natürlich keine Antisemiten sein wollen, aber als „besorgte Lehrer und Gelehrte der Filmkunst und Filmemacher“ meinen, ein Filmfestival an der Universität in Tel Aviv (TAU) boykottieren zu müssen.
Und da ein solcher Boykottaufruf natürlich gewichtiger wirkt, hat er prominente Unterstützer, ernannten die „besorgten“ und mutigen Boykotteure James Cameron und Jana Fonda zu Unterzeichnern. Beide sind in der Tat nicht gänzlich unbekannt.
Dumm nur, daß weder der Regisseur noch die Schauspielerin etwas von ihrer Unterschrift wußten und auch erklären, gar nicht die Absicht zu haben, die TAU und ihr Filmfestival zu boykottieren. Jane Fonda spricht zurückhaltend von einem „kranken Scherz“ auf ihre Kosten.
Manche Akademiker und „Filmemacher“ sind, scheint’s, einfach zu blöd für Antisemitismus.
Putzigerweise steht Jane Fonda bereits auf der am 2. September 2009 veröffentlichten „Toronto Declaration“ als Unterstützerin eines ganz ähnlich gelagerten Boykotts à la „guckt nicht beim Juden“ anlässlich des Toronto International Film Festival (wie man sehen kann, wenn man auf den Link oben klickt). Also irgendwas scheint diese Kathy Wazana am Laufen zu haben, wenn es um Jane Fonda geht… *kicher