Die „BRD“, klagt die NPD per Rundbrief, „ist die Karikatur eines Rechtsstaates“, denn in Dresden „ignorierte [die Polizei] Verwaltungsgerichte und verhinderte [einen] bestätigten JLO-Trauermarsch“.
Nun hätten Nazis, wenn sie denn hätten trauern wollen, sich wohl jenen Trauernden anschließen können, an die sich ein „gemeinsamer Aufruf der Stadt Dresden“ [sic!], der ohne jeden Dank an die Alliierten für die Beendigung der deutschen Barbarei auskommt, richtete, in dem nazitrauerkompatibel erklärt wird, worum es vor allem anderen, also auch vor der „Vorgeschichte dieser Ereignisse“, ging:
„Wir erinnern an die Zerstörung des Dresdner Stadtzentrums zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 durch alliierte Luftangriffe, an den Tod mehrerer Zehntausend Menschen und das Leid der Überlebenden.“
Andererseits sind der Nazis Trauerrituale dann doch etwas seltsam, wie Systemmedien berichten:
„Noch vor ihrer Abreise zogen Hunderte Rechtsextremisten laut skandierend durch den Bahnhof Neustadt: ‚Ruhm und Ehre der Waffen-SS‘, und ‚Nationaler Sozialismus, jetzt, jetzt, jetzt‘ brüllte die Masse, dass es durch das hohe Bahnhofsgebäude hallte. [..] [I]m thüringischen Gera sorgten am Samstagabend aus Dresden zurückreisende rechte Demonstranten für Unruhe. 183 von ihnen wurden wegen Landfriedensbruchs vorübergehend festgenommen.“
Und dabei mußten die Trauernden offenbar allerschlymmste Dinge erleiden, sogar über Erkältungen wird geklagt:
„Besonders die menschenunwürdige Behandlung der Teilnehmer durch die Polizei (die Iran, Russland und China um Längen überbieten) muß ein juristisches Nachspiel haben. Deshalb müssen sich alle Kameraden, die dadurch jede Form einer Verletzung, und sei es nur ein Schnupfen, erlitten haben, diese umgehend ärztlich attestieren lassen.“
