Peter Münch klagt in der Süddeutschen Zeitung über ein Versäumnis Benjamin Netanjahus:
„Olmert hat auch anders als Netanjahu ernsthafte Verhandlungen mit den Palästinensern geführt.“
Rechnen wir mal nach: Bibi Netanjahu übernahm im April 2009 das Amt des Ministerpräsidenten Israels von seinem Vorgänger Ehud Olmert.
Im Dezember 2008, vier Monate früher, hatte „Palästinenserpräsident“ Abu Mazen seinen Rückzug von Gesprächen verkündet und vollzogen.
Seither verweigert sich die PA direkten wie indirekten Gesprächen, während die Regierung Benjamin Netanjahus nicht nur sich einer Zwei-Staaten-Lösung verpflichtete, sondern auch ein zehnmonatiges Ausbau-Moratorium für „Siedlungen“ verhängte und stets ihre Bereitschaft zu Verhandlungen betonte und zugleich demonstrierte.
Da trotz aller Konzessionen Israels die „Palästinenser“ Gespräche ablehnten und ablehnen, kann Bibi Netanjahu in der Tat nicht der Vorwurf gemacht werden, in den vergangenen rund 12 Monaten im Amt „ernsthafte Verhandlungen“ mit „Palästinensern“ geführt zu haben.
Doch wohl nur ein Kommentator der Süddeutschen Zeitung kann daraus ein Versäumnis des israelischen Ministerpräsidenten stricken.
Irrtum. Das kann auch jeder andere Kommentator jeder anderen deutschen Zeitung machen. Wird auch gemacht.
[…] Peter Münch, Süddeutsche Zeitung – sein Feindbild Netanyahu führt zu ignorantem Blödsinn […]