UN-„Menschenrechtsrat“: Vereinte Nationen machen Antisemitismus hoffähig

Der „Menschenrechtsrat“ der Vereinten Nationen, vor gut einem Jahr bemühten die Vereinigten Staaten sich erfolgreich, Mitglied dieses Vereins zu werden, um die „UN-Deklaration der Menschenrechte voranzubringen“, befaßt wie sein Vorgänger leidenschaftlich sich mit „Israelkritik“. Da nimmt es nicht wunder, daß im Rahmen der Debatte des Goldstone-Berichts im „Menschenrechtsrat“ auch antisemitische Greuelmärchen in den Rang offizieller Dokumente erhoben werden:

„Israeli physicians, Medical Centres, rabbis and the Israeli army may to be involved, according to reports published in the Swedish press and criminal investigations in the United States. After Israeli physicians remove organs they think marketable, the soldiers bury the bodies in graves that carry only numbers and no names, or place them in sealed caskets and deliver them under curfew conditions to the families and supervise the digging of the graves and burial.“

Die erwähnten Berichte in der „schwedischen Presse“ stammten von Donald Bostrom und waren im „Kulturteil“ des Boulevardblatts Aftonbladet erschienen. Während der schwedische Außenminister Carl Bildt, der damals auch die EU nach außen vertrat, sich hinter Donald Bostrom stellte, widerlegte schon der halbwegs gesunde Menschenverstand dessen Behauptungen und konnten von ihm zitierte „Zeugen“ sich nicht daran erinnern, jemals befragt worden zu sein:

„The family lives in the tiny village of Imatin in the northern West Bank. Ghanem, 19, was killed by IDF soldiers during the first intifada on May 13, 1992.

He was a Fatah activist who was wanted by the IDF for his involvement in violence.

His mother, Sadeeka, said he was shot by an IDF sniper as he walked out of his home. ‘The bullets hit him directly in the heart,’ she said.

Ghanem’s younger brother, Jalal, said he could not confirm the allegations made by the Swedish newspaper that his brother’s organs had been stolen.

‘I don’t know if this is true,’ he said. ‘We don’t have any evidence to support this.’

Jalal said his brother was evacuated by the IDF in a helicopter and delivered to the family only a few days later.

The mother denied that she had told any foreign journalist that her son’s organs had been stolen.“

Doch ist auch auf Realität und „Zeugen“ kein Verlaß, so ist der UN-„Menschenrechtsrat“ den Antisemiten der Welt ein zuverlässiger Partner. Was in der Zeitung stand, muß einfach stimmen, spricht auch die Vernunft dagegen. Wer bisher noch sich fragte, weshalb das Regime der Islamischen Republik Iran sich um eine Aufnahme in den „Menschenrechtsrat“ bemüht, muß sich nun nicht mehr wundern. Antisemiten, die noch kein Club-Mitglied sind, fühlen sich eben einsam.

Weitere Informationen: UN Watch

2 Comments

  1. Der Antisemitismus wird nicht salonfähig gemacht, das ist er längst. Er wird lediglich immer unverschämter.

  2. […] macht der UNHRC nicht, wie tw24 schreibt, Antisemitismus salonfähig – das ist er längst […]

Comments are closed.