Es geht aufwärts: Der Internationale Währungsfonds bescheinigt der von „Palästinenserpräsident“ Abu Mazen kontrollierten PA ein Wirtschaftswachstum von 6.8 Prozent im vergangenen Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt in der PA stieg im gleichen Zeitraum um 8.5 Prozent. Der Aufschwung, meint der IWF, sei allerdings weiterhin unsicher und erfordere noch mehr private Investitionen.
Muzik Yisrael hatte genau dies vor, als er mit einem „palästinensischen“ Freund in Jenin in der PA einkaufen wollte. Doch während es als selbstverständlich gilt, daß ungefähr zwanzig Prozent der Bürger Israels Araber sind, so ruft umgekehrt schon ein Einkaufsbummel eines israelischen Bürgers in Begleitung eines „Palästinensers“ in der PA die „Polizei“ auf den Plan.
Der Bürger Israels, der erklärt, „Palästinenser sind meine Freunde“, wurde festgenommen und soll an die israelischen Sicherheitskräfte übergeben werden, von denen Muzik Yisrael schlimmstenfalls Anmerkungen ob seiner Naivität fürchten muß. Die PA Abu Mazens andererseits demonstriert einmal mehr, wie wenig ihr an normalen Kontakten von „Palästinensern“ und Juden selbst auf privater Ebene liegt.
Dabei ist das, was Muzik Yisrael versuchte, auch politisch nicht ganz uninteressant: Wer etwas für das Wohl der „Palästinenser“ tun will, muß nicht explizit Israel boykottieren, sondern könnte gezielt und bewußt bei „Palästinensern“ oder „palästinensische“ Waren kaufen. Wer als Bessermensch Israel durch Boykotte bestrafen will, tut damit nicht automatisch etwas für „Palästinenser“.
Doch seltsamerweise pflegen „Israelkritiker“ mit viel Fleiß Listen, die darüber Auskunft geben, was alles aus Israel kommt und daher böse ist, während sie über „palästinensische“ Produkte ungefähr gar keine Informationen bieten können. Bedenkt man freilich, daß solche Daten auch in die Hände israelischer Bürger geraten könnten, hat deren Fehlen vielleicht doch einen Sinn.
Nicht auszudenken, wenn vielleicht gar massenhaft israelische Bürger der Aufforderung des Internationalen Währungsfonds folgen und ihr Geld in die private Wirtschaft der PA investieren wollten. Abu Mazens Tugendwächter hätten keine ruhige Minute mehr! Wichtiger als wirtschaftlicher Aufschwung und normale Kontakte zwischen Bürgern Israels und „Palästinensern“ ist schließlich eine in jeder Hinsicht judenreine Westbank.
[…] Privatinvestoren in den PA-Gebieten? Da sei Allah vor! […]