Ossis in Palestine

Es sind, urteilte erstinstanzlich das Stuttgarter Arbeitsgericht, Ossis keine Ethnie, kein Volk, sondern auch nur Krauts.

„Außer der Zuordnung zum ehemaligen DDR-Territorium fehle es bei den ‚Ossis‘ an einheitlichen Merkmalen in Tradition, Sprache, Religion, Kleidung oder Ernährung. Außerdem habe die DDR nur wenig mehr als eine Generation, nämlich 40 Jahre lang, eine von der Bundesrepublik unterschiedliche Entwicklung genommen. Der Vermerk ‚(-)Ossi‘ auf dem Lebenslauf könne zwar durchaus als diskriminierend verstanden werden, falle aber nicht unter die gesetzlich verbotene Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft, so die Richter.“

Vor 33 Jahren, im März 1977, erklärte Zuheir Mushin, ein früherer „militärischer“ Anführer und Mitglied des Exekutivrats der PLO, einer niederländischen Zeitung, weshalb es „Palästinenser“ gibt:

„[T]he existence of a separate Palestinian identity serves only tactical purposes. The founding of a Palestinian state is a new tool in the continuing battle against Israel.“

Im Juli 1968, vor wenig mehr als vier Jahrzehnten, legte die PLO ihre „Palästinensische Nationalcharta“ vor, die sich daran versuchte, „Palästinenser“ zu definieren, nachdem in den drei Jahrzehnten zuvor von „Palästinensern“ wenig zu hören war:

„Palästinenser sind solche arabischen Staatsangehörigen, die bis zum Jahr 1947 regulär in Palästina ansässig waren, ohne Rücksicht darauf, ob sie von dort vertrieben wurden oder dort verblieben. Jedes Kind eines palästinensischen Vaters, das nach diesem Zeitpunkt geboren wurde – (sei es nun) in Palästina oder außerhalb – ist ebenfalls Palästinenser.“

Doch „Palästinenser“ soll es ausdrücklich auch nicht ewig geben:

„Arabische Einheit und die Befreiung Palästinas sind zwei sich ergänzende Ziele und die Erreichung des einen bereitet den Weg zur Verwirklichung des anderen. Die arabische Einheit führt also zur Befreiung Palästinas und die Befreiung Palästinas führt zur arabischen Einheit.“

Nun gibt es die „Palästinenser“ nach den Vorstellungen der PLO erst unwesentlich länger als die DDR existierte, der es, meinen jedenfalls die Richter in Stuttgart, nicht gelang, ein (Ossi-)Volk zu etablieren.

Ein palästinensisches Volk, dessen erklärter Daseinszweck ein Aufgehen in einer „arabischen Einheit“ ist, und Palästinenser soll es hingegen geben, die einen Anspruch haben auf einen eigenen Staat?

4 Comments

  1. Golda Meir hat es schon 1969 gegenüber der Sunday Times und Waschington Post klar und prägnant ausgedrückt:

    There were no such thing as Palestinians. When was there an independent Palestinian people with a Palestinian state? It was either southern Syria before the First World War, and then it was a Palestine including Jordan. It was not as though there was a Palestinian people in Palestine considering itself as a Palestinian people and we came and threw them out and took their country away from them. They did not exist.

  2. Was Golda Meir sagte, ist unerheblich, auch wenn sie Recht hat.
    Wichtig ist, dass man die „Palästinenser“ (und die sonstigen arabischen/muslimischen Hetzer und ihre westlichen Speichellecker) durch die Aussagen dieser Leute selbst entlarvt.

  3. Ist nicht der wesentliche Unterschied der, dass es nie einen palästinenischen Staat und damit auch niemals Palästinenser gegeben hat? Die DDR existierte 40 Jahre, Palästina nie. Also gibt es IMHO auch keine Palästinenser…

    Irr ich mich?

    Dieser Artikel ist sehr gut! Sehr gut hergeleitet! Aber die „Antizionisten“ kapieren das eh nicht

  4. […] Eine wichtige Erinnerung, wer und was die „Palästinenser“ eigentlich sind […]

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