„Extremismus“ und „Wut“

Über „rechte“ oder „rechtsextreme Israelis“ werden gar schlimme Dinge mitgeteilt:

„Ein Marsch rechtsextremer Israelis hat am Sonntag im arabischen Teil von Ostjerusalem schwere Krawalle ausgelöst. Wütende Palästinenser attackierten die israelische Polizei, die den Zug im Viertel Silwan begleitete, mit Steinen und Brandflaschen, wie Augenzeugen und der israelische Rundfunk berichteten.“

Der „Marsch rechtsextremer Israelis“ war eine Demonstration von kaum mehr als zwei Dutzend Bürgern Israels in der Hauptstadt ihres Staates. Und sie waren friedlich. Weniger friedlich verhielten sich hingegen arabische Bewohner Jerusalems, die, so will die Meldung glauben machen, aber selbstverständlich unschuldig sind an den „Krawallen“, die ja die „rechtsextremen Israelis“ „auslösten“.

Ganz spontan griffen die „wütenden“ Unzurechnungsfähigen zu ganz zufällig herumliegenden Steinen und -stehenden Brandflaschen, um Polizisten zu attackieren, die die dreisten „rechtsextremen Israelis“, die – ganz schlimm! – israelische Fahnen mit sich trugen, auch noch beschützte und mit Wasserwerfern – noch schlimmer! – verteidigte. Was wäre geschehen ohne Sicherheitskräfte?

Hätten wohl die „rechtsextremen Israelis“ ein paar arme „Palästinenser“ gelyncht? Oder hätte der arabische Mob mit den noch immer zufällig bereitliegenden Steinen und Brandflaschen noch unzweideutiger gezeigt, was er von Meinungs-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit hält? Und was ist von „Linken“ zu halten, die die „wütenden Palästinenser“ unterstützten?

„Peace [!] Now [!] Secretary-General Yariv Oppenheimer, who also arrived in the area, said that the march was ‚a dangerous provocation which may put the lives of the residents and police officers in danger.'“

Genau, nicht jene, die mit Steinen und Brandflaschen auf Menschen losgehen, gefährden diese, sondern friedliche Demonstranten mit einer legalen (Mini-)Demonstration. Und wer mit Molotow-Cocktails und Steinen um sich wirft, bedient sich damit wohl ausgesprochen friedlicher Mittel zur Konfliktbewältigung. Hat Peace now eigentlich schon einen Friedensnobelpreis?

1 Comment

  1. Silwan ist ein Ort, der 1884 von jemenitischen Juden gegründet wurde. Nichts Arabisches!
    Tei•mân•im′ Jew founders (in 1884) of כפר שילוח (Kәphar′ / K’far Shi•lo′ akh; Shiloakh Village, named after the ancient pool. The name of the pool was Hellenized into Greek and Latin „Siloam“ during the 1st-century Roman occupation. Not until the late 1930s did the Arabs rename the Tei•mân•im′ Jews‘ village (based on the Hellenist-Roman Greek name) to present-day name „Silwan“ (http://he.wikipedia.org/wiki/עיר_דוד).

    Tei•mân•im′ Jews can be identified, among other things, by the peiy•ot′ clearly visible dangling from over the right ear of the Tei•mân•i′ Jew in the foreground.

    During the Arab uprising of 1936-1939, Arabs forcibly expelled the Tei•mân•im′ Jews of Kәphar′ Shi•lo′akh, occupied the village and Arabized the name to „Silwan.“ Today, „Silwan“ remains mostly an Arab-occupied village and the Tei•mân•im′ have not yet reasserted their indigenous right to Kәphar′ Shi•loәakh. Evidence of Tei•mân•im′ Jews‘ housing in the village can still be found in the indentations from mәzuz•ot′, indentations that remain on the doorposts of some of the homes.

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