„Aktivisten“-Geschichten

Die Free Gaza-Jihadisten, die doch nur „Friedensaktivisten“ sein wollen, haben sich eine neue Geschichte ausgedacht, deren Verbreitung für sie The Guardian übernimmt. Die britische Tageszeitung ist bekannt für ihre so fundierte wie objektive Nahost-Berichterstattung und ausgewogene Kommentare.

Nachdem vor über zwei Wochen die israelischen Streitkräfte auf der Mavi Marmara mit Gewalt empfangen worden waren und sich ihrerseits gewaltsam des islamischen Mobs erwehren mußten, der Soldaten entweder lynchen oder sie als Geiseln der Hamas in Gaza übergeben wollte, entdeckten nun gleich mehrere der verhinderten Blockadebrecher, daß ihnen die Kreditkarten fehlen.

„Ebrahim Musaji, 23, of Gloucester, has a bank statement showing his debit card was used in an Israeli vending machine for a purchase costing him 82p on 9 June. [..]

And a Californian activist, Kathy Sheetz, has alleged that she has been charged more than $1,000 in transactions from vending machines in Israel since 6 June. [..]

Manolo Luppichini, an Italian journalist, said his card was debited with the equivalent of €54 after it was confiscated.“

Ebrahim Musaji erklärt dabei, er hätte seine Kreditkarte bereits am 7. Juni sperren lassen, einen Tag nach seiner Rückkehr in das Vereinigte Königreich. Am 9. Juni, behauptet der 23 Jahre alte „Aktivist“, sei seine seit zwei Tagen ungültige Karte erfolgreich an einem Automaten in Israel benutzt worden.

Wiederum einen Tag später, da war die Karte schon drei Tage gesperrt, wurde sie laut The Guardian genutzt, um Einkäufe auf einer niederländischen Website zu tätigen. Wer je versucht hat, nach der Anforderung neuen Plastikgelds vor dessen Ankunft noch seine alte Kreditkarte zum Erwerb eines Nur heute!-Schnäppchens einzusetzen, dürfte Ebrahim Musaji um seine Bankverbindung beneiden.

Manch einer wird ihn auch darum beneiden, daß er offenbar immer jünger wird, je mehr Tage seit dem Aufbringen der Mavi Marmara vergehen. Ist Ebrahim Musaji im Guardian am Freitag 23 Jahre alt, war er laut BBC am 1. Juni noch drei Jahre älter.

„Ibrahim Musaji, 26, was on board the Mavi Marmara passenger ferry which was raided by troops on Monday.“

Was mag sein Geheimnis sein? Doch hörenlesen wir, was Ebrahim Musaji auf der Mavi Marmara erlebte:

„Ibrahim Musaji, a 26-year-old activist from England who was also on the Mavi Marmara, was asleep during the raid. He says he rushed to the deck immediately after being woken up by gunfire to see his friends lying in a pool of blood. He said the soldiers threatened to kill him if he attempted to help them. ‚They hate people, all they want was to shed Muslim blood.'“

Oder war der „Aktivist“ aus Gloucester vielleicht doch schon an Deck, noch bevor er von Schußgeräuschen aus seinen Träumen geweckt wurde und nach oben eilen konnte?

„He told the packed hall that the first person to be killed was a Turkish journalist standing ten metres from him. Ebrahim said that initially the Israelis ’shot whoever was taking pictures or filming – they didn’t even board‘.“

Da wird ein schlafender Ebrahim Musaji von Gewehrfeuer geweckt, dort erlebt er an Deck mit, wie israelische Soldaten das Feuer eröffnen; da findet er seine Freunde in Blutlachen liegend vor, dort ist er an Deck schon dabei, als ein türkischer Journalist zum „ersten“ Opfer israelischen Feuers wird. Wie mag er das angestellt haben?

Gewiß ist nicht auszuschließen, daß israelische Soldaten, deren Freizeitpläne durch „Aktivisten“ wie Ebrahim „All they want was to shed Muslim blood“ Musaji durcheinandergewirbelt wurden, sich kleine private Wiedergutmachungen genehmigten. Verdient hätten sie sie allemal. Ganz sicher aber ist auszuschließen, daß Ebrahim Musaji auch nur beinahe glaubwürdig ist.