Für ihre Abschlußfeiern schaffte die Universität im jordanischen Zarqa für ihre Absolventen Roben an. Gerade noch rechtzeitg, scheint’s, konnte allerdings verhindert werden, daß diese den akademischen Nachwuchs des Landes mit dem Gift der Normalisierung infizieren – die Kleidungsstücke oder wenigstens die Beutel, in denen sie ausgeliefert wurden, stammen nämlich aus – Israel.
„Protesting students called on their colleagues to boycott the ceremonies, wear sashes reading ‚Not Made in Israel‘ and, in some cases, were seen burning their graduation gowns and an Israeli flag. Leaders of the Muslim Brotherhood and student union took part in the protest. [..]
‚They will not use those gowns that are made in Israel and students are talking about burning their gowns on their graduation day,‘ Jordanian Osama Al Romoh, an award winning Jordanian blogger who was the first to comment on ‘Gowngate’, told The Media Line. ‚We cannot sell products made in Israel to students. They are still young and this for me is to push normalization on the students. You cannot do that.'“
Wir gratulieren den wackeren Sittenwächtern nicht nur der Muslim-Bruderschaft zur Aufdeckung und erfolgreichen Abwehr des heimtückischen Angriffs zionistischen Zwirns auf die unverdorbene jordanische Jugend. Nicht auszudenken, was die in zionistischen Geheimlabors entwickelten Stoffe aus denen gemacht hätte, die sie arglos übergeworfen hätten.
Der Deutsche Bundestag wird in seiner letzten Sitzungswoche vor der parlamentarischen Sommerpause über einen durch alle Fraktionen getragenen Beschluß zur Verurteilung dieses israelischen Angriffs auf eine ganze Generation junger Akademiker eines aufstrebenden islamischen Landes beraten.
„Das darf man Israel so nicht durchgehen lassen“, hatte ein sichtlich geschockter Gregor Gysi in einer ersten Stellungnahme erklärt, während Philipp Mißfelder betonte, gerade „wir als Freunde Israels“ müßten „selbstverständlich auch die politische Dimension des israelischen Handelns im Blick haben und uns deshalb als Freunde auch ein klares, offenes Wort erlauben.“