Frankreich, wird eben gemeldet, „Frankreich verbietet Burka“:
„Das französische Parlament hat ein landesweites Verbot der Burka beschlossen. Bei der Abstimmung in der Nationalversammlung in Paris votierte nur ein einziger Abgeordneter mit Nein.“
Wie das Verbot, das noch keins ist, einer „Kleidung“, die Frauen ihrer Individualität symbolisch wie tatsächlich beraubt, sie auf ein „kleines Textilgitter vor den Augen“ beschränkt, begründet wird, weiß die Deutsche Welle freilich nicht mitzuteilen. Dafür andererseits nehmen die Staatsfunker eine weitere Meldung ins Programm, die doch irgendwie paßt:
„Außenminister Guido Westerwelle hat eine Streichung mutmaßlicher afghanischer Taliban-Kämpfer von der Terror-Liste der Vereinten Nationen nicht ausgeschlossen [..]. Die radikal-islamische Miliz hatte dies zur Bedingung für Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung gemacht.“
Da wird – wenn auch mit kleinen Schritten – etwas verteidigt, was Emanzipation genannt werden darf, dort das Gespräch mit islamischen Tugendterroristen gesucht, begrüßt und unterstützt mit der Ankündigung eines Kniefalls vor ihnen. Man muß ein Burka-Verbot nicht unbedingt mögen, in Deutschland hätte es indes wohl ohnehin keine Chance.
Der deutsche Vizekanzler heißt schließlich Guido Westerwelle und umgarnt gerade die Taliban.