Lügen gegen Israel: Ein ARD-„Journalist“ bei der Arbeit

Erst jüngst fielen Sebastian Engelbrecht und Richard C. Schneider, Nahost-„Korrespondenten“ der ARD, durch ein wohl mehr als gespanntes Verhältnis zur Realität auf. Sie hatten – und tun dies noch – die Lüge verbreitet, jüdische „Siedler“ ignorierten das Ausbaumoratorium für „Siedlungen“ in Judäa und Samaria, mit dessen Verkündung vor rund zehn Monaten die Regierung Israels das Zustandekommen direkter „Friedensgespräche“ mit der PA fördern wollte.

Sebastian Engelbrecht bleibt sich treu und lügt munter weiter – diesmal sogar noch offenkundiger als vor wenigen Tagen. Am 8. September, vor gut einer Woche also, erklärte Saeb Erekat, der „Chefunterhändler“ der PA, nach Angaben der „palästinensischen“ Maan News Agency, wie sein Auftritt in Werbespots der Geneva Initiative, die im israelischen Fernsehen ausgestrahlt wurden, ganz gewiß nicht gemeint sei:

„The negotiations official said of the video that ‚Unfortunately, my statements were changed and contextualized as if I were apologizing to the Israeli nation [..].‘ [..] The video, removed from YouTube but still available on the sponsoring organization’s website, was part of a series hosting Palestinian officials, in an attempt to ‚create a consensus with the [Israeli] public and then mobilize the leadership and create a real peace partner,‘ Director-General of the Palestinian Geneva Initiative Nidal Foqaha told Ma’an.“

Doch nicht nur Saeb Erekat wollte nicht mehr werben für sich als „Partner für Frieden“. Auch Abu Mazen, „Palästinenserpräsident“, und Salam Fayyad, „Premierminister“ der PA, zogen ihre „Unterstützung“ der Geneva Initiative zurück:

„On Tuesday, President Mahmoud Abbas and Prime Minister Salam Fayyad both asked that the NGO remove its photos from the ad campaign, saying the images – part of a collage representing the peace negotiations team – were used without their permission. Neither official has agreed to make a recording for the campaign, though two other negotiations officials made clips launched simultaneously with Erekat’s.“

Spätestens seit dem vergangenen Donnerstag muß man die Spots und Anzeigen der Geneva Initiative, in denen Saeb Erekat, Salam Fayyad und Abu Mazen auftreten, als Fälschung betrachten, mindestens aber als umstritten. Die Unterstützung derer, die in ihnen präsentiert werden, jedenfalls haben sie erkennbar nicht mehr. Und doch tut Sebastian Engelbrecht, als sei seit Dienstag bzw. Mittwoch der vergangenen Woche nichts geschehen, wenn er heute einen Beitrag so einleitet:

„‚Wir sind eure Partner – und Ihr?‘ So lautet die neueste hebräische Schlagzeile auf Werbeplakaten in den Straßen von Tel Aviv. Daneben Bilder palästinensischer Politiker, die zur Verhandlungsdelegation unter Führung von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas gehören. Auch im Internet versuchen die Palästinenser, die israelische Bevölkerung für den neuen Dialog zu interessieren.

Auf der Internet-Seite der ‚Genfer Initiative‘, einer israelisch-palästinensischen Friedensinitiative, wirbt zum Beispiel Chefunterhändler Saeb Erekat um das Vertrauen der Israelis.

‚Ich grüße Sie in Israel, ich weiß, wir haben Sie enttäuscht. Ich weiß, daß wir in den letzten 19 Jahren unfähig waren, Frieden zu schließen. Ich weiß, daß die Mehrheit der Israelis noch immer an eine Zweistaatenlösung glaubt, so wie es die Mehrheit des palästinensischen Volkes tut. Ich bin einer von denen, die dabei waren, ich weiß, daß Frieden möglich ist. Es ist machbar, und es wird geschehen. Wir werden es schaffen. Ich bin Ihr Partner. Sind Sie mein Partner?'“

Sebastian Engelbrecht erwähnt nicht, daß die Geneva Initiative Werbespots und Anzeigen mit israelischen Politikern, die zu ihrem Engagement stehen, verantwortet. Er vergißt auch, darüber zu berichten, daß diese Spots entgegen anderslautender Vereinbarungen bislang nicht im Fernsehen der PA ausgestrahlt wurden. Geschenkt. Äquidistanz mit Blick auf alle Seiten ist von einem ARD„Journalisten“ nicht zu erwarten. Sein Loblied ausgerechnet auf Saeb Erekat freilich wiegt vor diesem Hintergrund noch schwerer.

Es ist – eine dreiste Lüge. Saeb Erekat, der dies erklärtermaßen nicht sein will, wird dargestellt als ein Verhandlungspartner, der an die Bürger Israels sich wendet und bei ihnen für einen Frieden wirbt, während die israelische Politik kaltschnäuzig diese Bemühungen hintertreibt, weil sie das in zwei Wochen auslaufende Ausbau-Moratorium nicht verlängern will. Die „Palästinenser“ werden wahrheitswidrig als rastlose Friedenstauben präsentiert, Israels Politiker hingegen als Gegner eines Friedens.

Für beides gibt es keine Belege, für ersteres fälscht Sebastian Engelbrecht sie sich sogar noch auf durchschaubare Weise zurecht, indem er bewußt auf wenigstens umstritten zu nennendes Material zurückgreift. Ist ein solcher „Journalist“ für die ARD und ihre Anstalten tragbar?

6 Comments

  1. shalom,das die mehrzahl der deutschen schon seit vielen jahren gegen die juden waren, müsste bekannt sein. durch die vielen musleme in deutschland
    ist es noch schlimmer geworden.also,warum sollen die angführten reporter
    neutral schreiben??dann müssten sie ja auch gutes über israel schreiben.aber das gerade wollen sie nicht,<<also wird gelogen das sich die balken biegen und israel als der sclimme,böse staat hingestellt. nach dem motto der nazis<<die juden haben immer schuld. karl

  2. Äquidistanz mit Blick auf alle Seiten ist von einem ARD-“Journalisten” nicht zu erwarten.

    Äquidistanz ist in der Berichterstattung sicher notwendig und eine Grundvoraussetzung, wenn man den Anspruch erhebt, beide Seiten gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. So meintest Du es sicher auch.

    Wir wissen beide aber auch, dass es eine sehr schädliche Äquidistanz gibt – nämlich die bei der Berichterstattung über Gewaltanwendung n wie z.B. im Libanonkrieg 2006 und in allen gewaltsamen Auseinendersetzungen danach: die Postion der (journalistischen) Äquidistanz, die mittels der Gleichsetzungsmethode dazu überging, Israel Unverhälnismäßigkeit vorzuwerfen.

    Der militärisch Unterlegene ist dieser Definition nach per se gut, der Überlegene per se schlecht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

  3. „Äquidistanz ist in der Berichterstattung sicher notwendig und eine Grundvoraussetzung, wenn man den Anspruch erhebt, beide Seiten gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. So meintest Du es sicher auch.“

    Das ist richtig. Ich hätte das präziser formulieren müssen.

    Hier fehlt bei der Schilderung Saeb Erekats als „Friedensbotschafter“ im Grunde aber sogar jede Art von Äquidistanz, da ja noch nicht einmal über ihn als Vertreter der „palästinensischen“ Seite korrekt berichtet wird.

  4. Der Beitrag in der „Mediathek“ ist verschwunden, aber hier tut er es schon wieder. Motto diesmal: Verkauf nicht beim Juden.
    http://www.tagesschau.de/ausland/siedlerostjerusalem100.html

    Mein Kommentar dazu, der vom ARD-Blogwart kassiert wurde:
    http://schwindelbude.blogspot.com/2010/11/verkauft-nicht-beim-juden.html

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