Kategorie: Du bist Deutschland

Du bist Deutschland

Es war nicht alles gut unterm Führer

„Das Konsortium der vier jüdischen Kunsthändler war rassisch verfolgt, das ist klar. Aber es gibt keine Indizien, dass der Verkauf des Welfenschatzes unter Zwang erfolgt ist. [..] Der Kaufpreis war unserer Ansicht nach angemessen. Der Marktwert richtet sich nach der Zahl der Kaufinteressenten. Wenn es nur einen Interessent gibt, kann der den Preis drücken.“

Du bist Deutschland

Für Georg Baltissen von der taz sind Juden, die nicht in Israel leben, vaterlandslose Gesellen, also solche, auf die das Land, in dem sie leben, sich nicht verlassen kann, gilt in des Kommentators Einbildung ihre Loyalität doch einzig Israel:

„Da wird ein Mann, der sich um das Amt des Generaldirektors der Unesco bewirbt, in einer Kampagne als großer Antisemit angeprangert. [..] Und ausgerechnet Israel, der Staat, ausdem der entschiedenste Widerstand gegen eine solche Kandidatur kommen sollte, erklärte am Dienstag,dass er keine Einwände gegen diesen Herrn habe. [..] Darüber waren offensichtlich weder Bernard-Henri Lévy, Claude Lanzmann und Elie Wiesel noch der Zentralrat der Juden in Deutschland informiert. Die drei Ersteren hatten Mitte vergangener Woche mit einer Erklärung in der Zeitung Le Monde die Kampagne gegen Hosni gestartet.“

Daß den Vereinten Nationen ein Kulturbeschützer, der am liebsten Bücher verbrennt und Kultur auch sonst abstoßend findet, zu gönnen ist, weil er zu dieser Organisation paßt, hat Israel dabei in der Tat richtig erkannt. Und ebenso richtig ist es, wenn Bürger einen solchen Antisemiten ablehnen, weil sie auf eine Wandlung der Vereinten Nationen hoffen.

Nur „Israelkritiker“ wie Georg Baltissen können das seltsam finden.

Du bist Deutschland

Für den Antisemitismus sind, wissen nicht nur Antisemiten, sondern auch der Deutsche Deutscher, Juden verantwortlich. Die sind nämlich niemals als Individuum unterwegs, sondern stets als Stellvertreter aller Juden. Und so ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis privates Falschparken auch als Ursache des Antisemitismus ausgemacht wird.

„Die größten Förderer des Antisemitismus heißen Krämer, Knobloch und Friedmann.“

Daß der ein Kramer heißt und der andere Friedman, fördert denn wohl auch den Antisemitismus des Deutschen Deutscher, zweifellos heißen sie nämlich mit der Absicht so, ihn in seiner ganzen Unschuld zu blamieren und zu provozieren.

dbd1

Juden raus!

Jürgen Trittin, Fachmann für Dosenpfand und, trotzdem gerade seine Partei nicht regiert, irgendwie doch Deutschland, wünscht sich, da es im Reich seiner- und derzeit in dessen Nachfolgestaat nicht so recht geklappt hat bzw. klappen will, wenigstens ein judenreines Palästina:

„Deutschland erwartet von der israelischen Regierung – auch von einem Außenminister Lieberman – dass der Bau neuer Siedlungen gestoppt wird, ein Rückzug der Siedler aus der Westbank eingeleitet wird und dass die Zusagen eingehalten werden, die Israel in den internationalen Vereinbarungen von Oslo und Annapolis gemacht hat.“

Es ist durchaus immer wieder erhellend, wenn Multikulturalisten, die gern von Toleranz schwafeln und „bunter Gesellschaft“, ethnische Säuberungen empfehlen.

Erich Follath: Ein Schreibtischtäter im Blutrausch

Kompetenz in Sachen Inkompetenz ist bei SPIEGEL online, einem wahrlich deutschen Portal, reichlich zu finden. Erich Follath, Autor auch des SPIEGEL, reiht sich ein. Er macht den Redenschreiber für Frank-Walter Steinmeier, der demnächst Avigdor Lieberman empfangen wird, den israelischen Außenminister.

Es ist diese fiktive Rede ein Sammelsurium der Unkenntnis und Bösartigkeit, die damit in der Tat mehr aussagt über den, der sie schrieb, als jenen, der er sie empfiehlt, und, selbstverständlich, den, dessen eingebildete Sünden sie zu „beschreiben“ vorgibt.

„An sich“, krawallt der Autor des Magazins, das Mahmoud Ahmadinejad seitenlang zu Wort kommen läßt, als angemaßter deutscher Außenminister, „an sich sind Rassisten in Berlin nicht willkommen“. Doch Avigdor Lieberman, so soll Frank-Walter Steinmeier verkünden, könne ja noch lernen.

Der so Gescholtene und Beleidigte leistet sich einen arabischen Berater, doch das ist, so tickt ein SPIEGEL-Zeilenschinder wohl, erst recht Ausweis von Rassismus und Fanatismus. Doch dies ist erst der Einstieg, Erich Follath als Frank-Walter Steinmeier haßt in Hochform erst, wenn es um den Iran geht und dessen Vorbereitungen zur Endlösung der Judenfrage.

„Sie müssen wissen: Sollte Israel einen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen durchführen – es heißt, Sie gehörten zu den Befürwortern eines solchen Wahnsinns – werden Sie nicht nur die islamische Welt, sondern auch Europa gegen sich haben.“

Was soll das heißen? Ist es ein „Wahnsinn“, daß in Israel gegen Israel gerichtete Vernichtungsdrohungen als das betrachtet werden, was sie sind? Ist es „Wahnsinn“, wenn Israel eine atomare Bedrohung seiner Existenz nicht hinzunehmen bereit ist und diese – auch militärisch – gar nicht erst Realität werden lassen will?

Was Erich Follath sich wünscht, wird jedenfalls an seiner Empörung darüber, daß Israel antisemitischen Mullahs keine Kernwaffen und auch keine schmutzige Bombe gönnt, haben sie doch mehrfach deutlich gemacht, wofür sie sie nutzen wollen, mehr als deutlich. Was immer Israel zu seinem Schutz unternimmt, ist „Wahnsinn“.

Israel hat, so soll Frank-Walter Steinmeier seinem Gast mitteilen, gefälligst alles zu unterlassen, was das Teheraner Regime an der Verwirklichung seiner Ziele hindert. Es spricht auch nicht für den SPIEGEL-Krakeler , daß dem deutschen Außenminister solcherlei durchaus zuzutrauen ist – Erich Follath will Israels Ende. Und das seiner Bewohner.

Daß er Krokodilstränen vergißt über das „Leid“ der „Palästinenser“, das deren Erfindung ist, fehlt selbstverständlich auch nicht; die Kaltblütigkeit, mit der Erich Follath, könnte er, wie er will, Israel zur Wehrlosigkeit erpressen will, verrät freilich, daß diese ihm als Menschen völlig gleichgültig sind, zumal er sie Hamas und Fatah ausliefern will.

SPIEGEL online ist zu gratulieren zu diesem Autor.

Du bist Deutschland

Die Deutsche Bahn, Rechtsnachfolgerin jenes Unternehmens, das dereinst zuverlässig dafür sorgte, daß den deutschen Vernichtungslagern der Nachschub nicht ausging, und darüber reich wurde, hat etwas gegen „Provokationen“ und setzt daher auf Bewährtes:

„Die Organisatoren des ‚Zuges der Erinnerung‘ beklagen massive Behinderungen durch die Deutsche Bahn am Münchner Hauptbahnhof. Das Unternehmen habe Gruppen von mit Gummiknüppeln bewaffneten Sicherheitskräften vor den Ausstellungswagen patrouillieren lassen, kritisierte Vereinsvorstand Hans-Rüdiger Minow am Dienstag in München. [..]

Am Montag eröffnete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) den Halt in der bayerischen Landeshauptstadt.

Minow sagte, kurz nachdem Ude wieder weg gewesen sei, habe die Bahn im gesamten Bahnhofsbereich sämtliche Hinweistafeln auf den ‚Zug der Erinnerung‘ beschlagnahmt. ‚Unter diesen Umständen ist ein würdiges Gedenken an die deportierten Kinder und Jugendlichen in München nicht möglich‘, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins.“

Du bist Deutschland

Die „Antirassismuskonferenz“ der Vereinten Nationen, auch als Durban II zurecht verrufen, die in der nächsten Woche in Genf als Stargast Mahmoud Ahmadinejad begrüssen dürfte, erweist schon jetzt sich als wahrer Segen für Bessermenschen, die zielsicher des Übels Wurzel ausgemacht haben: „die kernfrage wird weiterhin bleiben, ob israel überhaupt ein existensrecht hat.“

Bühne frei also für einen Deutschen „mit türkischen wurzeln“, der „immernoch an den kriegsfolgen“ leidet„zahlt“, denn „deutschland ist zionistisch unterwandert“:

„wenn ich mir die letzten 60 jahre so anschaue, dann sehe ich 5 mio. palästinänsische flüchtlinge, viele militäraktionen israels und der kern des konflikts liegt in europa.
wenn es diesen holocaust gegeben hat und es hat ihn gegeben, dann muß er auch in europa gelöst werden.
jetzt den palästinänsern die heimat zu rauben ist keine lösung.
ich habe gehofft, dass mit obama ein offener dialog stattfindet, aber es scheint mir so, dass alle seilschaften an einem bösen iran interessiert sind.
ich bin ein 38 jähriger deutscher mit türkischen wurzeln und zahle immernoch an den kriegsfolgen.
die verbrecher hätten bestraft werden müssen, stattdessen sind diese ausgewandert nach südamerika.
wenn hier in europa 6 mio. juden ermordet wurden, dann müssen die leute hier auch bestraft werden, was hat palestina damit zu tun?
achmedinedschat versteht diese ungerechtigkeit nicht und ich auch nicht.
jetzt die erlichen menschen zu verurteilen durch diese regierung ist ungerecht und hat nichts mit freier meinung zu tun.
dieser offene dialog sollte gestattet sein, denn völkermord ist in palestina an der tagesordnung.
achmedineschad hat keine juden ermordet, er hat auch klar gesagt, dass er etwas gegen judenhass hat, er ist halt für gerechtigkeit und in palestina ist diese gerechtigkeit nicht gegeben.
wenn sich deutschland nicht an der konferenz beteiligt, dann doch nur, weil der einfluss leute wie gerald steinberg und das simon-wiesenthal-center immernoch zu groß sind.
obama wird erscheinen, er ist ein typ. läßt sich nicht so einfach davon abbringen dialog zu führen.

die kernfrage wird weiterhin bleiben, ob israel überhaupt ein existensrecht hat.“

Du bist Deutschland

Es ist in München offenbar nicht möglich, allen Fluggästen gleiche Sicherheitsbedingungen zu bieten. Manche müssen daher sonderbehandelt werden, während andere nur hoffen können, daß nichts passiere:

„The Ministry of Transportation will be asked to appeal a recent decision by the German authorities not to allow Lufthansa flights to Israel to leave from a newly-built terminal, and have them take off from an old terminal instead.

Lufthansa recently inaugurated a new private terminal at Munich’s airport.

A spokesman for the German airline explained that the decision was made by the Bavarian authorities, which cited security concerns as the main reason for having Israelis undergo security checks in a separate venue.“

Du bist Deutschland

Im Januar wurde in Deutschland von deutschen Polizisten die israelische Fahne mehrfach als „Provokation“ erkannt und als solche entfernt. Grund genug für eine Nachfrage etwa bei MdB Renate Künast:

„Ich wohne in Berlin Tempelhof, was nach abgeordnetenwatch ihr Wahlbezirk ist. Leider kann ich nicht beurteilen, wie ihre Verbindungen hier her sind. Meine Frage ist recht einfach, kann ich hier in Tempelhof eine Israelflagge von meinem Balkon Hängen, ohne Gefahr zu laufen angegriffen zu werden. [..] Andererseits dachte ich mir, dass wenn Judenvernichtung wieder auf Deutschen Straßen gefordert wird, man ein Zeichen setzten sollte. [B]in ich mit einer Israelflagge in Tempelhof noch sicher?“

Drei Monate später zeugt die Antwort einer Mitarbeiterin der Renate Künast davon, daß Lesen keine leichte Übung ist:

„[J]üdische Einrichtungen müssen leider besonders bewacht werden und erst kürzlich wurden in Deutschland diese Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Maßnahmen sind nach einer Warnung des Bundeskriminalamtes erfolgt, da eine erhöhte Gefährdung der Einrichtungen vorläge.
Das BKA ist auch die richtige Stelle, um sich über Sicherheitsaspekte zu informieren. Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir dies an dieser Stelle nicht klären können. Frau Künast setzt sich immer wieder öffentlich und in vielen Gesprächen dafür ein, dass es kein Problem sein darf.“