Häuserkampf

Nach dem am 6. März des vergangenen Jahres ein arabischer„palästinensischer“ Mörder in einer Schule in Jerusalem acht Schüler massakrierte, hielt das Mitleid mit den Angehörigen der Ermordeten sich vor allem bei Bessermenschen, die noch in jeder Erkältung eines „Palästinensers“ ein Anzeichen für eine nahende Humanitäre Katastrophe erblicken, sich in Grenzen.

Sorge bereitete ihnen vielmehr, was denn aus dem Haus werde, in dem der Mörder aufwuchs. Der Heimatsender MDR brachte schon am Abend des Massakers Bilder von der Zerstörung eben dieses Hauses, und auch Ulrike Putz, die für SPIEGEL online wohl vor Ort war und irgendwie immer ist, meldete Vollzug: Das Haus sei „heute morgen durch israelische Bulldozer zerstört worden“.

Die Qualität solcher Berichterstattung, die natürlich geeignet war und auch darauf abzielt, „Israelkritiker“ zu füttern, ist indes gar keine. Das eingerissene Haus steht nämlich noch immer:

„Police on Monday morning began sealing the east Jerusalem home of Alah Dahim, the terrorist who killed eight students at Yeshivat Merkaz Harav Kook on March 6.

The home was being sealed after the High Court of Justice approved the measure several days ago.

Policemen and border police forces were securing the area of the building in Jerusalem’s Jebl Mukaber neighborhood.“