Kürzlich mit einigem publizistischen Krawall vorgetragene Anschuldigungen, die israelischen Streitkräfte seien in Gaza gezielt gegen Zivilisten vorgegangen und hätten Kriegsverbrechen begangen, haben sich – sehr zum Ärger der zu diesem Thema nun beredt schweigenden „Israelkritik“, wie sie von New York Times bis Süddeutsche Zeitung gepflegt wird – als das erwiesen, was sie schon immer waren – als Gerüchte, für die sich nicht die geringste Bestätigung finden ließ.
Gegen Haaretz, jene „linke“ Tageszeitung, die die falschen Vorwürfe ungeprüft über Tage zum Füllen ihrer Titelseite nutzte und gegen deren Untersuchung eintrat, soll nun der israelische Generalstaatsanwalt Menahem Mazuz ermitteln, fordern Angehörige der verleumdeten Streitkräfte in einem Brief:
„The letter, signed by 65 reservists who served in Operation Cast Lead, sent the letter to Mazuz on Monday and asked that he launch an investigation against Haaretz on charges of slander for reporting on the testimonies as if they were fact and not hearsay.
‚It appears to us that Haaretz did not do the minimum of checking before reporting false accusations,‘ the letter read.
‚We are fed up with being called murderers and war criminals,‘ said Amit Barak, who initiated the letter. ‚We will not tolerate being treated this way after as reservists we contribute to the state and come to serve in the IDF. We expect the state to stand up for us, its soldiers.'“
Freilich wird, ganz unabhängig vom Ausgang solcher Ermittlungen gegen Haaretz, der Schaden, den diese Zeitung und all die anderen Medien, die sich auszeichneten vor allem durch dummes Nachplappern, das sie gleichwohl entlarvte, anrichteten, kaum zu beheben sein. Wie jenes „Massaker von Jenin“, das es – selbst nach Auskunft von Human Rights Watch – nie gab, wird der unbewiesene Vorwurf weiterleben. Und eine angemessene Strafe dafür zu finden – nun, das dürfte schier unmöglich sein.
Dennoch ist jedes Vorgehen gegen Haaretz zu begrüßen, wenn es denen, die das Blatt zu Kriegsverbrechern erklärte, auch nur geringe Genugtuung verschafft.