Das Schweigen der Bessermenschen

Wer nach deutschsprachigen Beiträgen sucht, die sich mit dem Schicksal des zehn Jahre alten Ribhi Jindiyeh befassen, dem kann keine Suchmaschine helfen. Dabei geht es dem Jungen in der Tat schlecht:

„Ten-year-old Ribhi Jindiyeh, a lymphoma patient, lies in bed at home, skinny and jaundiced, too weak to move. He underwent chemotherapy last year in an Israeli hospital, and when he returned home in January, he seemed better. But in March, he began urinating blood.“

Ein arabisches„palästinensisches“ Kind, das in Gaza mit dem Tod ringt, sollte doch zumindest „Israelkritikern“ hochwillkommener Anlaß sein, riesengroße Tränen zu vergießen. Doch die Bessermenschen schweigen. Ist ihnen Ribhi Jindiyeh gleichgültig?

Die Antwort ist so kurz wie eindeutig: Ja.

Ribhi Jindiyeh nämlich ist eines von vielen Opfern des „Regierungshandelns der „demokratisch gewählten“ Hamas auf der einen und der „gemäßigten“ Fatah des „Palästinenserpräsidenten“ Abu Mazen auf der anderen Seite:

„On 22 March, the Hamas de facto authorities in the Gaza Strip took control of the Palestinian Authority Ministry of Health Referral Abroad Department. This is the main office which assesses and processes referral applications by Gaza patients for specialized hospital treatment outside Gaza. The Palestinian Authority Ministry of Health in Ramallah will not approve or fund applications as a result, and Israel and Egypt will not allow them to exit Gaza unless they have been approved by the Palestinian Authority. All Gaza patient referrals have been halted due to this action, affecting many patients with serious and complicated conditions. [..]

Both WHO and the Humanitarian Coordinator office have intervened in Gaza to seek the
urgent reversal of the 22 March decision, but have not received a positive response.“

Für jene, die leiden oder draufgehen, weil Hamas und Fatah, denen zugetraut wird, eine „Einheitsregierung“ auch für Ribhi Jindiyeh zu bilden, sich nicht einigen wollen, empfinden Bessermenschen nicht die geringste Empathie, können sie doch Israel dafür nicht „kritisieren“.

Wem aber Ribhi Jindiyeh egal ist, dem sind alle Kinder gleichgültig.