Wertegemeinschaft

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler zeichnete am Wochenende den schwedischen Autor Henning Mankell mit dem Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück aus. Der Ausgezeichnete war zuletzt durch einen ganz großartigen Friedensplan aufgefallen:

„[D]er Staat Israel ist in seiner gegenwärtigen Form ohne Zukunft. Jene, die eine Zwei-Staaten-Lösung vertreten, denken ausserdem falsch. [..]

Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheidzeit. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen werden und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird. [..]

Der Staat Israel hat nur eine Niederlage zu erwarten, wie alle Besatzungsmächte.“

Mahmoud Ahmadinejad, der Präsident der Islamischen Republik Iran, die und der Deutschland ein beliebter Handelspartner ist, stellte – ob sie sich damit um eine deutsche Auszeichnung bewerben, blieb noch offen – zusammen mit „Revolutionsführer“ Ayatollah Ali Chamenei am Wochenende einen Friedensplan vor.

„Nach Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auch das geistige Oberhaupt des Iran in drastischen Worten Israel angegriffen. Ali Chamenei, die oberste Autorität des islamischen Gottesstaates, sprach am Sonntag von einem ‚tödlichen Krebsgeschwür‘, das sich in der Region ausweite.“

Die Europäische Union, entsprechende Karten scheinen ihr vorzuliegen, erklärte, sie unterstütze einen „palästinensischen Staat“ in dessen Grenzen von 1967.

„The union signaled its stance on the issue, stating that it urged ‚Israel to immediately end all settlement activities, including in East Jerusalem,‘ while at the same time noting support for ongoing Palestinian efforts, saying it hoped ‚the Palestinian Authority [continues] in its efforts to improve security and the rule of law, building on the achievements reached so far.'“

Das wiederum ließ die Hamas, „Regierung“ gewordene Friedensbewegung in Gaza, zur Tat schreiten. Ihr „Premierminister“ Ismail Haniyeh bewarb um einen deutschen Friedenspreis sich mit der Ankündigung, „we won’t respect any deal“, während Mitglieder seiner Friedenstruppen mit Feuerwerk den Preisträger Henning Mankell feierten – und zu „Märtyrern“ – Gegen welche „Haupthindernis-Siedlungen“ kämpften sie eigentlich? – befördert wurden:

„The foiled attack came less than a day after two Kassam rockets were launched from the Gaza Strip into Israel. The rockets exploded in open areas in the western Negev overnight Saturday.“

Am Dienstag lädt US-Präsident Barack Hussein Obama Abu Mazen, „Palästinenserpräsident“ und Chef der Terroristenbande Fatah, und Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident Israels, ein zu „Friedensgesprächen“ am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, zu der – mit Barack Hussein Obamas Segen – auch Mahmoud Ahmadinejad erwartet wird. Besprechen möchte der amerikanische Präsident mit seinen Gästen seinen Friedensplan:

„Bei dem Treffen solle – so das US-Präsidialamt weiter – eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ermöglicht und ein für deren Erfolg förderliches Umfeld geschaffen werden. – Mitchell war es in den vergangenen Tagen nicht gelungen, Netanjahu zum Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten zu bewegen. Die Siedlungsaktivitäten gelten als das Haupthindernis für die Aufnahme neuer Friedengespräche.“

Und nicht etwa der Antisemitismus, der einen Henning Mankell zum „Friedenspreisträger“ in Deutschland qualifiziert, einen Ayatollah Ali Chamenei eint mit Hamas und Europäischer Union und eben sie alle erklären läßt, daß ihnen Juden schon durch ihre bloße Existenz als Provokation gelten.

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